Lalla und Vilas Yogapost: Mein Interview – House of Grace
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Lalla und Vilas Yogapost: Mein Interview

Lalla und Vilas Yogapost: Mein Interview

Name: Sandra von Zabiensky

Wohnort:

Lütjensee bei Hamburg

Warum bin ich da (an diesem Ort, in dieser Stadt, etc.)?:

Ich liebe es in der Natur zu leben, aber dennoch eine Anbindung an die Stadt zu haben.

Lieblingsbeschäftigung: Yoga, ausgedehnte Spaziergänge mit meinen Hunden, lesen

Lieblingsfarbe: Es klingt vielleicht etwas kitschig, aber dennoch: Rosa, Weiß, Gold.

Lieblings-Gericht: Pasta mit frischen Trüffeln

 

Wer ist ….?

Ich bin eine leidenschaftliche Yogini, Spirit Junkie, Unternehmerin, Freundin, Schwester und Tochter. Ich darf bei Euch, Lalla und Vilas, in der 500hrs-Ausbildung lernen, selbst unterrichten, aber auch in meiner PR-Agentur arbeiten. Ich kann Nächte durchtanzen, aber der intellektuelle und spirituelle Diskurs ist mir ebenso wichtig. Ich liebe es am Strand zu sein, bei jedem Wetter, und besonders in den Wellen auf meinem Surfbrett zu sitzen – vorzugsweise in Freights Bay, auf Barbados. Ich setze mich gern mit dem kaschmirischen Shivaismus und dem „Kurs in Wundern“ auseinander – hier lerne ich sehr viel für mich. Ich bin sehr dankbar und glücklich für mein Leben, ich empfinde jeden Tag als Geschenk, auch wenn das Leben nicht immer ein Ponyhof ist.

 

Was hält Dich zusammen?

Durch meine Yoga-Praxis habe ich ein tiefes Urvertrauen entwickelt, das alles richtig ist, wie es kommt und ich nie alleine bin. Gabrielle Bernstein umschreibt dieses Gefühl des Getragenseins so schön mit „The universe has your back“ – so fühlt es sich an. Etwas, was größer ist als wir, trägt mich, atmet mich. Wenn ich in Stille auf meiner Yogamatte sitze, bewusst atme, mich dem Höheren öffne und verbinde, schenkt mir dies eine Kraft, die sich nicht im Außen begründet, sondern im Inneren verwurzelt ist. Daraus speist sich eine tiefe Zufriedenheit, die sich in Glück weiterentwickelt. Dann finde ich Momente der Ruhe und Klarheit, selbst im größten Sturm.

 

Wie bist Du zum Yoga gekommen?

Durch meine steife Hüfte. Als ich anfing zu surfen, bin ich schwerfällig auf das Brett geklettert – alles andere als ein lockeres Hochspringen. In der Zeit, die ich brauchte, um auf das Surfboard zu kommen, war die Welle längst weg. Dagegen wollte ich etwas tun und kam zum ersten Mal zum Yoga, was ich zuvor immer als eine Art „esoterische Krankengymnastik“ abgetan habe.  Durch einen tiefgreifenden Umbruch in meinem privaten und beruflichen Umfeld, stand meine Welt plötzlich Kopf. Ich stellte fest, dass, wenn ich auf meiner Yogamatte, in meiner Praxis, immer wieder zur Ruhe fand, meinen Monkeymind ausschalten konnte. Und ab da hat es mich gepackt.

 

Was ist Yoga für Dich?

Yoga ist für mich eine tiefe transformierende und spirituelle Praxis. Eine Praxis, die mich lehrt, aus dem Herzen zu leben und meine Vision von meinem Leben zu verwirklichen. Yoga unterstützt mich darin, der Dualität des Lebens, dem Spanda, dem Auf und Ab, mit Kraft und Würde zu begegnen. Yoga hilft mir, Gelassenheit, Mut, Mitgefühl, Freude sowie Selbstliebe zu entwickeln und in mein Leben zu integrieren.

 

Was am Yoga bewegt Dich am tiefsten?

Das allererste Prinzip des Anusara: „Open to Grace“. Wenn ich mich dem Höheren öffne, änderst sich völlig die Qualität der Praxis, es ist ein geführt werden und keine Aktion aus dem Ego heraus.

 

Lieblings-Yoga-Retreat-Ort?

Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich war noch nie auf einem Retreat, aber bestimmt irgendwo am Meer oder irgendwo sehr weit oben in den Bergen, stelle ich es mir am Schönsten vor.

 

Das Leben ist voll. Was heißt für Dich bewusst leben?

Mit dem Prinzip „Purna“ habe ich mich kürzlich etwas intensiver auseinandergesetzt – gerade jetzt im Frühling kommt man da nicht umhin. Bewusst leben heißt für mich dem eigenen Rhythmus zu folgen, mit der Unendlichkeit angefüllt aus dem Herzen leben – aus der inneren Fülle in die äußere Weite. In dem Wissen, dass alles da ist, dass wir wie Samenkörner sind, die, wenn man sie wässert, in nahrhafter Erde eingräbt und die Sonne auf sie scheinen lässt, zu kraftvollen großen Bäumen heranwachsen können. Bewusst leben heißt, jeden Moment wahrzunehmen und zu schätzen, in dem Wissen, dass alles möglich ist.

 

Womit verwöhnst Du Dich gerne?

Ich komme ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, deshalb kann eine große Portion „Pommes Schranke“ eine wunderbare Belohnung sein. Darüberhinaus empfinde ich Stunden der Muße und ausgedehnte Spaziergänge mit meinen Hunden immer als verwöhnend.

 

Zu welchem Kontext Deines Daseins kannst Du uneingeschränkt „JA“ sagen?

Ich kann zu meinem Leben, mit allen seinen Facetten, uneingeschränkt Ja sagen.

 

Was stimmt Dich freudig?

So vieles! Das Gefühl, auf einer Welle zu reiten und wirklich im Einklang mit dem Wasser zu sein. Wenn in der Asana-Praxis sich der Körper wie von alleine in Stellungen hineinbewegt. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und dabei die Fülle der Natur genießen. Das zufriedene Schnarchen meiner Hunde. Mein Glauben.

 

Was macht Dich traurig?

Misshandlungen an Lebewesen.

 

Welche Musik kann Deinen Alltag immer erhellen?

Ganz ehrlich? Old School Hip Hop, West wie East Coast. Immer. (Einen lieben Gruß an meine YSWA – Yoga Sista with Attitude – Juliana Afram an dieser Stelle!)

 

Welche Kunst möchtest Du immer um Dich haben?

Ohne Musik und Bücher wäre es verdammt schwierig.

 

Spontaner Wunsch, jetzt, in diesem Moment?

Tatsächlich bin ich persönlich wunschlos glücklich. Es ist alles da. Ich kann mir nur mehr Heilung für die Welt wünschen.

 

 

 

Von wem lernst Du?

Ganz besonders von Euch, Lalla und Vilas. Definitiv auch viel in meinen Gesprächen mit meinem Spiritual Running Buddy und lieben Freundin Caroline Clauder. Überhaupt von meinen engen Freunden, die Gespräche, die Erlebnisse, die wir teilen, bereichern mich sehr. Darüberhinaus durch die Beschäftigung mit ein „Ein Kurs in Wundern“ sowie mit den Vorträgen und Büchern von Marianne Williamson und Gabrielle Bernstein.

 

 

Lieblings Wochenend-Beschäftigung?

Ausschlafen, ausgedehnt frühstücken und dabei lesen, Yoga, lange Spaziergänge in der Natur und wenn Wellen da sind, surfen.

 

Was wünschst Du Dir, was jeder Mensch sofort tun sollte, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen?

Sich selbst von Herzen zu lieben und in seiner einzigartigen Schönheit zu sehen.

 

Wenn wir Dich zuhause besuchen würden, was würdest Du kochen?

Spaghetti mit geschmolzenen Tomaten, Pinienkernen, Safran und Basilikum.

 

Wovor hast Du Angst?

Ich habe keine direkte Angst, aber großen Respekt davor, irgendwann mit dem Tod von mir geliebten Menschen und Tieren konfrontiert zu werden.

 

Ist die Welt auf einem guten Weg?

Ein kleiner Teil der Welt ist auf einem guten Weg und ich hoffe, dass all das Chaos und die Dunkelheit dazu da sind, um mehr Menschen auf einen guten Weg zu bringen.

 

Die inspirierendsten Persönlichkeiten, denen Du bisher begegnet bist?

Es ist ein bisschen unangenehm, weil es auch falsch antizipiert werden könnte, aber tatsächlich seid Ihr, Lalla und Vilas, Menschen, die mich sehr, sehr nachhaltig und fundamental geprägt haben. Ana Forrest hat mich ebenfalls sehr fasziniert – es ist sehr beeindruckend, wie sie ihren Schmerz in Stärke umwandeln konnte. Aber auch meine engen Freunde – wunderbare Menschen mit so unterschiedlichen Begabungen – inspirieren mich jedes Mal aufs Neue.

 

Kann man mit einfachen Antworten komplexe Probleme lösen?

Ja. J

 

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