Summer Girl - #tribelovetuesday mit Agi Habryka – House of Grace
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Summer Girl - Agi Habryka

Summer Girl – #tribelovetuesday mit Agi Habryka

Diese Frau sollte eigentlich mit einer Warnung daher kommen: „Achtung, hier kommt ein natürliches Psychedelikum. Nebenwirkungen können nicht ausgeschlossen werden.“ Mit Agi zusammen zu sein, ist wie ein Verstärker für das Leben. Und ich muss es wissen: Ich verbringe seit fast vier Jahren fast jeden Tag mit ihr und sie gehört zu meinen besten Freundinnen. Mit Agi wird das Leben intensiv. Ein gemütlicher Pizzaabend an einem ganz gewöhnlichen Mittwoch endet dann schon einmal nackt bis auf High Heels, zu Old School Hip Hop tanzend bei 10 Grad um fünf Uhr morgens auf der Terrasse. Sie ist unfassbar fürsorglich und sofort da, wenn man ihre Hilfe benötigt. Agi bezaubert mit ihrem Charme, Witz und Klugheit einfach alle und wie ein kleines Glühwürmchen irrlichtert sie dann durch Tag und Nacht. Gleichzeitig kann sie sehr verletzlich und trotz ihrer mehr als reichen Lebenserfahrung zart wie ein kleines Mädchen sein – um im nächsten Moment die größten Dramen aus dem Nichts zaubern. Für Agi hat die Welt „Die Aura schön“, egal was ihr kredenzt wird. Sie verliert niemals den Mut und dank ihres kreativen Kopfes findet sie immer Lösungen. Sie ist die großartigste Geschichtenerzählerin, die ich kenne, und wir alle würden gebannt an ihren Lippen hängen, wenn sie am Lagerfeuer aus ihrem Leben erzählt. Und dieses Leben basiert manchmal auf einer ganz anderen Realität als die, die wir wahrnehmen. Ich glaube, dass ist Agis Geheimnis. Agi sieht die Welt bunter und voller Möglichkeiten, denn sie ist wild entschlossen, sie so zu sehen. Agi sieht den Zauber, der die Dinge umgibt. Sie sieht das, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Und nun: Meet Agi Habryka

 

Warum bist Du hier auf der Welt?

Verrückte Frage. Ich glaube, ich wurde geboren, um Grenzen auszuloten, um Schmerz in Freude umzuwandeln und um zu lieben. Ich verliebe mich permanent. In Strassenzüge, Häuser, Blumen, Menschen, Tiere, Wolkenformationen und den Geruch von Sonnencreme auf der Haut.

Beschreibe Dich in Songtiteln.
Family of the year singen für mich. Irgendetwas in dem Song „Summer girl“ gibt mir das Gefühl, sie haben es für mich geschrieben. Und wenn ich Billy Joels „She’s always a woman to me“ höre, finde ich mich zu 100% darin wieder…

„Oh, she takes care of herself, she can wait if she wants. She’s ahead of her time…“
Was hat Dich das letzte Mal zum Lachen gebracht?
Menschen, die lachen, finde ich wunderschön. Lacht, lacht mehr, denke ich manchmal, wenn ich durch die Straßen gehe. Ich lache, um mich lebendig zu fühlen und es gibt so viel, das mich zum Lachen bringt. Unser gemeinsamer Humor zum Beispiel, Sandra, der ist herrlich. Mit dir herumzualbern ist medizinisch und wundervoll frei von Regeln.
Was wolltest Du immer schon einmal gefragt werden?
Ich warte nicht auf Fragen. Ich glaube daran, dass man das, was man zu sagen hat, auch sagen sollte. Ich fische nicht nach Komplimenten und warte nicht auf Fragen, die ich dann beantworten kann. Die schönste und wertvollste Gabe, die wir Menschen haben (und die uns, nach unserem Verständnis, von anderen Lebewesen trennt) ist unser Sprachvermögen.Wir können mit Worten Bilder, ach was, Gemälde malen. Das ist die Herausforderung, die ich mir für mein Leben gesetzt habe: Die schillerndsten Kunstwerke zu kreieren. Verbal.
Was bringt Dein Herz zum Tanzen?
Musik und Farben. So profan es auch klingen mag. Ich glaube, ich leide unter Synästhesie – das bedeutet, dass zwei oder mehrere Sinne vermischt werden. Ich höre permanent Musik und sehe dazu Farben. Ich ordne Menschen also Farben und Songs (oder Melodien) zu. Permanent.
Wie bist Du zu Deinem Beruf gekommen und was hast Du davor gemacht? 
Ich bin die, die was mit Wörtern macht. Und nicht ich habe mir meinen Beruf ausgesucht, es war anders herum. Das, was ich tue, hat mich gefunden. Ich habe Archäologie studiert, habe eine Ausbildung als Fotografin gemacht – diese Stationen würde ich heute als wichtige Umwege bezeichnen – die waren gut und die waren wichtig. Am Ende bin ich fast dort gelandet, wo ich immer hin wollte: Ich denke mir Geschichten aus und ich schreibe. Das erklärte und finale Ziel habe ich aber noch nicht ganz erreicht: Ich möchte einen Kriminalroman schreiben. Aber nicht so einen mit einem Mörder und einem Toten und einem Kommissar (oder alle diese Figuren in weiblich). Ganz anders. Aber gut. Ich werde es einfach bald mal tun. Sonst ist es am Ende, wie mit vielen anderen Geschichten auch —> sie bleiben fabulös.
Was ist für Dich unverzichtbar? 
Meine Tochter Maya. Ich kann mich zwar gut an die Pre-Maya-Zeit erinnern, aber ich fühle mich erst so richtig ganz, seit sie da ist. Und ich kann das als fundiert betrachten, Maya ist 17 Jahre alt. Ich bin gerne allein, aber ich bin auch sehr gerne allein und das mit ihr in einem Raum. Wir sind viel gereist und das hat mich die Ko-Existenz gelehrt: Wir schenken Kindern Leben, aber sie gehören uns nicht. Sie sind Geschenke in unseren Leben. Sie sind unsere gute Energie und sie bilden unseren Antrieb.
Und dann muss ich noch das Reisen nennen. Ich bin eine Nomadin. Ich bin nicht gerne und schon gar nicht lange an einem Ort. Ich bin erst richtig, richtig glücklich, wenn ich ein Flugticket in meiner Hand halte. Wahrscheinlich suche ich noch nach etwas…

 

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