Wie du in unterschiedlichen Love Languages kommunizieren kannst - oder: Klckschnalzguckguck – House of Grace
Liebe Tantra Yoga Sandra von Zabiensky
Liebe Tantra Yoga Sandra von Zabiensky
22142
post-template-default,single,single-post,postid-22142,single-format-standard,cookies-not-set,ajax_fade,page_not_loaded,,select-child-theme-ver-1.0.0,select-theme-ver-1.0,wpb-js-composer js-comp-ver-5.4.7,vc_responsive

Wie du in unterschiedlichen Love Languages kommunizieren kannst – oder: Klckschnalzguckguck

Die Tantraphilosophie funktioniert im Wesentlichen wie dieser Dr. Beckmann Putzstein für die Spülwaschbecken: Es kommt erstmal eine Reinigungspaste in Form von neuem Gedankengut das ordentlich eingearbeitet wird, dich in der Anwendung klarspült, alte Sicht- und Verhaltensweisen fortträgt und dich mit klitzeklarer Sicht auf die Dinge zurücklässt. Das ist manchmal befreiend, manchmal erschreckend verstörend, wenn man sieht wie beknackt man sich verhalten hat (coming soon) und manchmal total befreiend. Zum Beispiel in Liebesbeziehungen. Dazu muss man sagen, dass ich ein totaler Gefühlsmensch bin. Ich rede gern über meine Emotionen, habe null Hemmungen geliebten Menschen zu sagen, dass ich sie liebe und finde es auch schön, wenn das gleiche zurückkommt. Um ehrlich zu sein: Eigentlich erwarte ich das sogar. Nun, mein Freund ist das komplette Gegenteil. Wir haben zwei so unterschiedliche Love-Languages, es ist, als würde ein Sachse mit jemand versuchen zu kommunizieren, der diese Schnalz- und Ruflautsprache spricht: „Dö soagst mir njie, des dö mich liebst!“ Antwort: „Klckschnalzguckguck!“ So ungefähr. Das sorgt immer wieder für Reibung und ja, auch für Zweifel bei mir. Wir führen eine Fernbeziehungen und ich würde am liebsten täglich hören, dass er mich liebt. Häufig entsteht dann ein Gefühl der Leere und der Zurückweisung, wenn nichts kommt. Früher hätte ich in solchen Situationen meinen inneren Freak rausgelassen, zum Handy gegriffen und eine gesalzene Nachricht geschrieben, gespickt mit Vorwürfen und Forderungen. Was aber mittlerweile passiert: Ich lasse dieses Gefühl einfach sein. Beobachte es. Schaue wo es entsteht. Ich mache mir bewusst, dass es nur meine Wahrheit ist und er sich einfach nur nicht in der Art verbindet, wie ich es mir wünsche, nicht mehr, nicht weniger. Ich frage mich, ob die Taten nicht sehr viel mehr zählen als Worte (tun sie) und das Gefühl, dass ich habe, wenn wir zusammen sind (wunderschön). Und kann ihm dann, wenn er aus seinem emotionalen Schneckenhäuschen kommt, wieder liebevoll begegnen.

Meine Top Tipps, um einen klaren Kopf zu behalten, wenn zwei Liebende fremdsprachenbedingt aneinenander knallen:

  1. Lass es raus: Tippe die Nachricht die du senden möchtest, in deine Notizen. Warte einen Tag und überprüfe, ob du es wirklich noch abschicken möchtest.
  2. Es ist deine Realität, nicht seine/ihre! Hör auf zu interpretieren, analysieren, denn dies geschieht immer unter Nutzung deiner Gedankenkonstrukte, Erfahrungen, Traumata.
  3. Agiere nicht aus Wut und Verletzung. Setze dich erst einmal still hin, lass erst einmal alles rein, fühle alles. Du wirst mit der zeit feststellen, dass es sich dann ausschleicht, diese Gefühle durch die hindurch sinken.
  4. Kommuniziere verbindend: „Die Situation hat mich so fühlen lassen, ich weiss, das ist meine Interpretation, vielleicht kannst du mir aus dem Gefühl heraushelfen.“
  5. Bewusst sein, was du kannst und nicht kannst. Ich habe bewusst die Entscheidung getroffen, dass ich genau diese Person liebe, dazu gehört auch das emotionale Schneckenhaus. Es ist aber auch legitim zu sagen, dass du bestimmte Dinge einfach nicht in einer Beziehung so leben möchtest.

Ihr Süßen, ich hoffe, das hat schon etwas geholfen. In diesem Sine: Klckschnalzguckguck, Eure Sandra

No Comments

Post a Comment