Yoga & Mindfulness Archive – House of Grace
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Wie du in unterschiedlichen Love Languages kommunizieren kannst – oder: Klckschnalzguckguck

Die Tantraphilosophie funktioniert im Wesentlichen wie dieser Dr. Beckmann Putzstein für die Spülwaschbecken: Es kommt erstmal eine Reinigungspaste in Form von neuem Gedankengut das ordentlich eingearbeitet wird, dich in der Anwendung klarspült, alte Sicht- und Verhaltensweisen fortträgt und dich mit klitzeklarer Sicht auf die Dinge zurücklässt. Das ist manchmal befreiend, manchmal erschreckend verstörend, wenn man sieht wie beknackt man sich verhalten hat (coming soon) und manchmal total befreiend. Zum Beispiel in Liebesbeziehungen. Dazu muss man sagen, dass ich ein totaler Gefühlsmensch bin. Ich rede gern über meine Emotionen, habe null Hemmungen geliebten Menschen zu sagen, dass ich sie liebe und finde es auch schön, wenn das gleiche zurückkommt. Um ehrlich zu sein: Eigentlich erwarte ich das sogar. Nun, mein Freund ist das komplette Gegenteil. Wir haben zwei so unterschiedliche Love-Languages, es ist, als würde ein Sachse mit jemand versuchen zu kommunizieren, der diese Schnalz- und Ruflautsprache spricht: „Dö soagst mir njie, des dö mich liebst!“ Antwort: „Klckschnalzguckguck!“ So ungefähr. Das sorgt immer wieder für Reibung und ja, auch für Zweifel bei mir. Wir führen eine Fernbeziehungen und ich würde am liebsten täglich hören, dass er mich liebt. Häufig entsteht dann ein Gefühl der Leere und der Zurückweisung, wenn nichts kommt. Früher hätte ich in solchen Situationen meinen inneren Freak rausgelassen, zum Handy gegriffen und eine gesalzene Nachricht geschrieben, gespickt mit Vorwürfen und Forderungen. Was aber mittlerweile passiert: Ich lasse dieses Gefühl einfach sein. Beobachte es. Schaue wo es entsteht. Ich mache mir bewusst, dass es nur meine Wahrheit ist und er sich einfach nur nicht in der Art verbindet, wie ich es mir wünsche, nicht mehr, nicht weniger. Ich frage mich, ob die Taten nicht sehr viel mehr zählen als Worte (tun sie) und das Gefühl, dass ich habe, wenn wir zusammen sind (wunderschön). Und kann ihm dann, wenn er aus seinem emotionalen Schneckenhäuschen kommt, wieder liebevoll begegnen.

Meine Top Tipps, um einen klaren Kopf zu behalten, wenn zwei Liebende fremdsprachenbedingt aneinenander knallen:

  1. Lass es raus: Tippe die Nachricht die du senden möchtest, in deine Notizen. Warte einen Tag und überprüfe, ob du es wirklich noch abschicken möchtest.
  2. Es ist deine Realität, nicht seine/ihre! Hör auf zu interpretieren, analysieren, denn dies geschieht immer unter Nutzung deiner Gedankenkonstrukte, Erfahrungen, Traumata.
  3. Agiere nicht aus Wut und Verletzung. Setze dich erst einmal still hin, lass erst einmal alles rein, fühle alles. Du wirst mit der zeit feststellen, dass es sich dann ausschleicht, diese Gefühle durch die hindurch sinken.
  4. Kommuniziere verbindend: „Die Situation hat mich so fühlen lassen, ich weiss, das ist meine Interpretation, vielleicht kannst du mir aus dem Gefühl heraushelfen.“
  5. Bewusst sein, was du kannst und nicht kannst. Ich habe bewusst die Entscheidung getroffen, dass ich genau diese Person liebe, dazu gehört auch das emotionale Schneckenhaus. Es ist aber auch legitim zu sagen, dass du bestimmte Dinge einfach nicht in einer Beziehung so leben möchtest.

Ihr Süßen, ich hoffe, das hat schon etwas geholfen. In diesem Sine: Klckschnalzguckguck, Eure Sandra

Diese Frau ist berauschend: Susanne Kaloff im Interview über Matcha Latte, ihr Buch und warum sie ein 1a Spiegel ist

Ich habe jetzt fünf Mal angefangen. Zuerst mit dem allerersten Fanleserbrief von mir an Susanne. Dann damit wie sehr ich ihre Kolumne schätze. Wie schlau, witzig, charmant und pointiert sie ist und schreibt und was für ein verdammt großes Vorbild sie für mich als Autorin ist. Aber ich beginne lieber anders.

Suse habe ich im echten Leben das erste Mal in Lütjensee kennengelernt. Wir saßen an diesem traumhaften Sommertag über Stunden im Bootshaus der Fischerklause am Lütjensee, aßen selbstgemachtes Eis und sprachen über ihr Buch „Nüchtern betrachtet war’s betrunken nicht so berauschend“, über Dates, Beziehungen, Yoga und den Sinn des Lebens. Ich erzählte ihr, wie sehr ich mich in ihrem Buch wiedergefunden habe. Es gab da eine Zeit, in der hüpfte ich von Filmpremiere zu Filmpremiere und tatsächlich trank ich immer so viel, dass ich mich in vielen Situation absolut wiedererkannte: der Kontrollverlust. Bei mir komplette Blackouts. Verlorene Taschen, Handys, Jacken. Ich habe das damals immer leichtfertig abgetan, habe mich innerlich dafür total geschämt, wollte nicht mehr drüber nachdenken, weil es mir so unsagbar peinlich war. Mittlerweile denke ich, dass ich damals schon auf der Suche war, denn seitdem ich weiss wer ich bin und wofür ich stehe, sind mir solche Abstürze nie wieder passiert. Jedenfalls wagten wir uns nach einiger Zeit sogar mit dem Ruderboot raus. Die Bootspartie endete damit, dass wir in Seerosen gefangen waren: Suse hielt meine Füße festumgriffen in der Luft und hängte sich mit ihrem ganzen Gewicht dagegen, weil meine Füße immer abhoben, wenn ich ruderte – irgendwie war das Boot größentechnisch nicht für uns gemacht. Und ja, das sah genauso bekloppt aus, wie es sich anhört. Wir schafften es dennoch wieder ans Ufer (der entscheidende Hinweis kam vom Besitzer der Fischerklause: Wir saßen falsch herum) und seit diesem Tag ist diese schöne, starke, kluge Frau in meinem Herzen. Damit ihr sie und ihr Buch noch etwas besser kennenlernt, habe ich Suse für euch interviewt.

 

Susanne, wenn du dich selbst in fünf Worten beschreiben würdest, welche wären das?

Ich bin ein disziplinierter Freak.

 

Was trinkst du am liebsten?

Matcha Latte! Für diesen pulverisierten grünen Tee würde ich mein letztes Vintage Hemd hergeben. Hochwertigen Matcha erkennt man an der giftgrünen, satten Farbe und am feinen Grasgeruch. Beides kann man leider nicht beurteilen, wenn man vorm Regal steht im Supermarkt. Deshalb an dieser Stelle einen Tipp von mir: Aiya ist der beste.

 

Was war die Initialzündung für dein Buch?

Das gärende Gefühl, das Alkohol absolut nichts mehr für mich tut, das mir guttut.

 

Wie würdest du dein Buch beschreiben?

Das Gegenteil eines Ratgebers. Den schönsten Leserbrief bekam ich erst kürzlich, darin schrieb eine Leserin, sie sei mir so dankbar, dass ich all das, was sie selbst schon länger am Alkohol bemerkte, was sie über ihn dachte, was sie störte, was sie liebte und hasste, was er mit ihr machte, für sie eingeordnet habe. Vielleicht kann man sagen: Ich bin einfach ein Stück vorausgegangen. Mehr nicht.

 

Wie sind die Menschen dir nach dem Buchlaunch begegnet? Hat sich etwas verändert?

Es gibt wenig Anlässe, an denen mein Buchthema, also mein Nichtrinken, nicht thematisiert wird. Einer macht immer einen Spruch, einen Witz, eine kleine Rechtfertigung oder Erklärung, wie viel oder wenig selbst getrunken wird. All das brauche ich nicht, aber die anderen vielleicht. Es ist okay.  Ach ja, und mir fällt auf, dass weniger getrunken wird, wenn ich am Tisch sitze.

 

Wenn man öffentlich ist, steht man immer unter Kritik. Wie gehst du mit Kritik um?

Miserabel gehe ich damit um. Es gab so viel Lob, kaum Kritik, aber die paar Stimmen, die mein Buch nicht mochten, nahm ich mir so sehr zu Herzen, dass ich beinahe meinen Job an den Nagel gehängt hätte. Aber das war gestern. Seit paar Monaten gucke ich nicht mal heimlich nach den Bewertungen auf Amazon. Ich verbiete es mir schlichtweg. Mein neues Mantra: Let whoever think whatever.Es wirkt.

 

Wenn dein Buch ein Mensch wäre: Wie sähe er, sie aus?

Glasklar.

 

Wenn dich Menschen um einen Ratschlag bzgl. Alkohol bitten, was sagst du dann?

Kommt drauf an, was sie wissen wollen. Wer signalisiert, dass sie auch mal aus Neugierde eine Zeitlang nichts trinken wollen, denen empfehle ich guten Gewissens mein Buch. Das ist die Zusammenfassung all dessen, was ich über das Trinken und das Nichttrinken gelernt habe. Der beste Ratschlag ist: Stop drinking. Und genau hinzuschauen, warum man überhaupt trinkt. Aber unaufgefordert sage ich zu dem Thema grundsätzlich nichts, auch deshalb, weil ich weiß, dass ich auch ohne ein einziges Wort als Spiegel 1a funktioniere.

 

Trinkst du ab und zu wieder etwas? 

Nein, ich habe das Gefühl, voll da zu sein, mittlerweile einfach viel zu gerne.

 

Wie haben sich Dates verändert, so ganz ohne Alkohol?

So viele Rendezvous habe ich gar nicht, was auch daran liegt, dass alleine die Anbahnung, ob live oder auf Tinder, ohne Drinks einfach etwas nüchterner ausfällt. Mir gefällt heute kein Typ mehr besser, weil ich zwei Cremant intus habe, entweder ich find den cool oder uncool. Dazwischen gibt’s wenig Spielraum für Selbstdarstellung oder Drama. Es ist, was es ist. Immerzu, 24 Stunden am Tag, die ganze Nacht. Weder wird er heißer im Laufe des Abends noch ich. Was dazu führt, dass ich meist ein alkoholfreies Bier, und wenn es richtig gut läuft, noch ein Mineralwasser bestelle. Dann Ciao, Kakao und vielleicht ein Wiedersehen. One Night Stands hat man nüchtern einfach nicht mehr, und das ist verdammt gut so.  Die haben mit wahrer Intimität nämlich nichts zu tun. Wird nur gerne im Rausch der Nacht übersehen.

 

Würdest du sagen, es gab eine vor dem Experiment Suse und eine danach Suse? Wie unterscheiden sie sich?

Ich glaube, ich bin wieder die geworden, die ich war, bevor ich in der Jugend anfing Campari-O statt Orangesaft zu trinken, weil es die anderen auch taten, weil ich dazugehören und cool sein wollte, weil der M. mit einer anderen ging, weil ich Angst vor peinlicher Nähe, oder Schiss nicht schön genug zu sein, hatte. Vor allem bin ich mir auf die Schliche und erschreckend näher gekommen mit dem Experiment.

 

Dein Rat für die Weihnachtszeit und Sylvester?

Love, Peace und Selbstloyalität. Dann hält man es auch aus, mit einer Ingwerlimonade anzustoßen.

 

Vielen Dank für das Interview! Das Buch von Susanne könnt ihr zum Beispiel auf Amazon bestellen: https://www.amazon.de/Nüchtern-betrachtet-betrunken-nicht-berauschend/dp/3596701333/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1542867093&sr=8-1&keywords=kaloff

 

 

 

Aus dem Herzen heraus handeln – über die dritte Ebene des Wortes

In der Zeit als ich Single war, habe ich einen Mann gedatet. Wir mochten uns, aber für uns beide war es eher unverbindlich. Als ich dann aber einen Facebook Post sah, auf dem er mit einer anderen Frau eng beieinandersaß und er, um sie zu treffen, einen ziemlichen Aufwand hingelegt hatte, dachte ich: „Nein, nicht mit mir!“ Ich sagte ihm, dass ich unsere Dates nicht weiter fortführen möchte, da ich keine Lust hätte eine von vielen zu sein. Es hat sich angefühlt, als ob ich aus dem Herzen heraus handle und ich war zufrieden mit mir.

Aber habe ich das getan? Auf den ersten Blick ja. Tatsächlich erfuhr ich aber Jahre später, dass das Treffen gar kein Date war. Was war also damals passiert? Mit dem Beenden der Beziehung dachte ich, ich handle aus einer inneren Gewissheit heraus. Aber genau habe ich nicht getan, sondern aus meinen Mustern heraus gehandelt. Denn meine innere Programmierung hat in mir das Gefühl von „Es reicht“ erzeugt, meine innere Überzeugung „keiner lässt sich wahrhaft auf mich ein“ sah ich bestätigt, ich schuf also „meine Wahrheit“. Ich habe eben nicht gefragt: „Hör mal, war das ein Date, wie siehst du das?“ Anstatt dessen habe ich einen Schlussstrich ohne Rückfrage gezogen.

Damit kommt die dritte Ebene des Wortes ins Spiel: Pasyanti Vak. Diese Ebene ist wortlos, pure Energie. Hier existieren unsere inneren, aus Gedanken resultierenden Überzeugungen als Energie genauso wie unsere wahre Intuition, Icca Sakti, der erste Impuls des göttlichen Willens sich in der Welt zu manifestieren. Der Unterschied: Während die wahre Intuition sich aus dieser Ebene formt, existieren zwar unsere Muster als Energie auf dieser Ebene, entstehen aber aus unseren Gedanken, der zweiten Ebene des Wortes.

 

Wie können wir aber nun unterscheiden, ob wir aus wahrer Intuition handeln oder nur den Mustern folgen? Zum einen gibt es tantrische Techniken, die helfen, die wahre Intuition leichter zu erkennen und die innere Programmierung zu überschreiben. Mein Lehrer Christopher Wallis hat zudem einen guten Rat: Höre nicht nur auf dein Gefühl. Überprüfe sorgfältig alle Fakten, Ansichten und welche Gedanken in dir dieses Gefühl ausgelöst haben. Probiert es doch einmal aus und erzählt mir davon. Love, Sandra

 

Was Klaus und Klaus in deinem Kopf machen – die zweite Ebene des Wortes

(Gesang ertönt) Klingelingelingklingelinghierkommtdereiermann. Klingelingeling….(Stimme aus dem off) Herrlich Sonnenschein, wie Yoga sich wohl auf Pott anhört…(Das Bild eines Baumes blitzt plötzlich auf)….(Gesang wird wieder lauter). EIERMANN!!! KLINGELINGELINGKLINGELEING….(Stimme aus dem Off) Bestimmt so. (Stimme wechselt von weiblich zu männlich): Hömma getzt ma alle tief einatmen und dann wie sonnen Schluck Wasser inna Kurve ausatmen bisse die Hände anne Füße kriechst…(Gesang drängt sich wieder hinein, diesmal penetranter) EIERMANN!!Klingelingeling….Wenn ihr euch jetzt fragt: What the fuck schreibt Sandra denn da? Ist sie dem sprachlichen Dadaismus verfallen? Mitnichten. Aber ich darf euch willkommen heißen: Nämlich in meinem Kopf, denn so spricht mein Verstand. Deiner übrigens auch. Wir alle denken in Fragmenten, manchmal ausformulierten Sätzen, Bildern und manchmal auch in Songs. Im englischen gibt es dazu den schönen Begriff Mentalese. Mentalese ist gleichzeitig auch die zweite Ebene des Wortes im Tantra, MadhyamāVāk. MadhyamāVākist die Ebene der Gedanken, des internen Diskurses (bei mir früher vor allem des Monologes. Endlos. Hände hoch, wer das auch kennt). Diese zweite Ebene formt, was wir letztendlich sprechen und ist selbst begründet in unseren Glaubenssätzen und -konstrukten, Vikalpas. Vikalpas sind Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um uns die Welt zu erklären. Auf dieser zweiten Ebene agiert das Ego genauso wie die Kontemplation, das Verurteilen ebenso wie die Imagination. Im Tantra versucht daher ganz bewusst auf MadhyamāVākEbene zu praktizieren, mit Visualisierungen, Arbeit mit Gottheiten, die als ein Aspekt des großen Ganzen gesehen werden, Meditation und kreativer Kontemplation. Quasi „Asanas für den Verstand“ um bewusst zu sehen, dass unsere Wahrnehmung eben nicht die ultimative Realität ist und wir Möglichkeiten haben, unser Bewusstseins zu expandieren. Spannend, oder? Wenn du mehr über Tantraphilosophie erfahren und vorab auch noch mit Asana Praxis deinen (Energie)-Körper kräftigen möchtest, bist du herzlich willkommen am 9.12. zum Tantra Special im Damn Good Yoga oder im April 2019 zu meinen Tantraphilosophie und Yogaspecials im Yogaloft Stuttgart oder im Athayoga Zürich. Love, Sandra

Speak up – die erste Ebene des Wortes im Tantra

Im Tantra, insbesondere in der Trika-Linie, existiert ein linguistischer Mystizysmus. Okay, ich gebe zu, bei diesem ersten Satz schlafen einem die Füße ein. Ich fang noch mal an: Im Tantra sind Worte nicht einfach nur Laute, die wir ausstoßen, sondern göttliche Schwingungen, Energien, die unsere Realität formen und in der Doktrin der vier Ebenen des Wortes, Vak, beschrieben sind. Hört sich schon spannender an, oder? Es kommt noch besser: Jeder von uns ist göttlich und die Praxis ist es, das Geheimnis hinter allem Materiellen zu entdecken, sich zu öffnen für die vollkommene Realität. Denn wenn ich es mal ganz pragmatisch ausdrücken darf: Unsere Sprache funktioniert in Sachen Realität wie ein Instagram-Filter. Sie beschreibt wie wir die Realität wahrnehmen, diese Beschreibung resultiert aus unseren Gedanken, die Gedanken aus den tiefliegenden Gedankenkonstrukten, unseren Vikalpas. Dabei pressen wir durch Worte die Realität in praktische Kästchen und Förmchen, wir katalogisieren und analysieren. Im Tantra ist unsere tägliche Sprache Vaikhari Vak, die erste Ebene des Wortes. Unsere Sprache ist dabei ein wichtiges Hilfsmittel uns zu zeigen, wie wir die Welt sehen und welche Annahmen dahinter liegen. Welche Konstrukte hast du dir zur Realität gebaut, welchen Filter hast du gewählt? Das schließt auch die Beziehungen zu deinen Mitmenschen ein: Worte sind Handlungen, welche Handlungen führst du verbal gegenüber anderen Menschen aus? Und was drückst du damit aus? Achte doch einmal die nächsten Tage bewusst auf deine Sprache. Notiere dir Lieblingsworte, prägnante Sätze. Versuche bewusst in der verbindensten Art und Weise mit Mitmenschen zu sprechen. Ich garantiere dir, es wird für dich ganz viele Aha-Momente geben. Love 💗, Sandra P.S.: Wer Lust hat auf Tantraphilosophie, Techniken (ne, nicht die mit ineinanderstecken) und Asana: Am 9.12. im Damn Good Yoga Hamburg gibt es wieder ein Tantra Special mit mir. Und wer tiefer einsteigen möchte: In der 300er Ausbildung von Stephanie Schönberger im 8sam Yoga darf ich die Teilnehmer weiter in die Geheimnisse des Tantras einführen und auch erläutern, wie du Tantra in deinen Unterricht einfließen lassen kannst. Love, Sandra

Open, soft, in Trust – über die Kunst der Hingabe

Du stößt mich immer weg!“, sagt der gutaussehende Mann und rutscht an die Bettkante. Verständnislos gucke ich ihn an: „Häh? Ich stoße dich doch nicht weg!“ Etwas pikiert schaut er mir in die Augen: „Doch, immer wenn wir Sex haben ist es, als ob du mich nicht durchlässt. Wie ein Widerstoß.“ Ich wusste damals nicht, wovon dieser hübsche Mann sprach, immerhin hatten wir doch gerade eben erst erfolgreich im Bett herumgeturnt. Damals war ich noch deutlich jünger und meine Verbindung zu meiner Weiblichkeit, die Aufarbeitung meiner Traumata – alles noch in weiter Ferne. Erst heute habe ich verstanden, was er damals meinte. Ich hatte bis vor kurzem keinerlei Verbindung zu meinem Schoß, mein Uterus verkrampfte innerlich in der Tiefe, wenn etwas oder jemand in mich eindrang. Durch das feine Praktizieren im Homonyoga durfte ich lernen, was es heißt sich wahrhaft mit meiner Weiblichkeit zu verbinden. Durch energetische Übungen, Visualisierungen und beherzte Hands-on Übungen überwand ich für mich das „vaginale Lord Voldemort Syndrom“ (die, dessen Name nicht genannt werden darf). Erst jetzt weiß ich, wie das überhaupt geht: Dieses komplette sich Hingeben beim Sex, ohne Angst vor Verletzung. Es ist ein bedingungsloses Verschenken an dich, deinen Partner und an die Lust, ein spiritueller Moment, in dem du pure, energetische Weiblichkeit bist. Dazu entspanne ich mich vollkommen beim Eindringen und lasse bewusst den Beckenboden los. Ich stelle mir vor, wie ich innerlich ganz weich und offen werde und bin bereit vollkommen zu empfangen. So Sex zu haben ist wundervoll und ich möchte euch wunderschönen Frauen da draußen alle ermutigen es zu probieren. Aber bitte mit einem Partner, dem ihr am Herzen liegt und vice-versa, denn so ein intimer Moment bedarf Vertrauen und auch die Bereitschaft des Partners (oder Partnerin), verantwortungsvoll die Führung zu übernehmen. Für alle die Lust haben, mit Hormonyoga den ersten Schritt zur Verbindung mit ihrem Frausein zu tun: Im Januar gibt es ein Wochenenend-Workshop in Berlin, bei dem ich euch alle Grundlagen beibringe und nach dem ihr selbstständig alleine weiter üben könnt  (siehe Events mit Sandra). Blossom up, my beautiful Ladies! 🌸Love, Sandra💗

Words can kill your vibe – Über die Kraft des Wortes

Moin, moin ihr Lieben. Ich muss euch gestehen: Ich bin eine Wort-Connaisseurin. Ich liebe Sprache, liebe es Worte miteinander zu verweben, bis sie Sätze wie einen wundervollen Wandteppich ergeben. Sprache sprudelt aus mir heraus, ich kann mich versenken in das Schreiben und auch das Reden macht mit Freude. Das kann ganz, ganz toll sein, aber – es kann auch deinen Vibe killen. Als Springbrunnen für Worte fällt es mir manchmal schwer, mich kurz zu fassen. Letztens fragte mich mein Lehrer Christopher Wallis etwa, welche Audiodatei ich nicht herunterladen konnte. Ein Satz, eine Frage. Meine Antwort: Oh der Mantra Workshop, und Mantras sind so wichtig, was für eine Erkenntnis, dass sie im Tantra Wesenheiten wie Engel sind, bliblablub. War das wichtig für Christopher? Nein. Warum schrieb ich nicht “I did not receive the Mantra workshop, thanks for your effort” und spare meine Energie? Denn Worte und Sprache sind Energie und wenn wir zu viel reden, dimmt das unser Mojo. Noch perfider: Wenn mich früher ein Typ anschrieb, den ich gut fand, etwa mit „Hi, wie geht’s?“ Dann kam von mir ein endloser Sermon zurück. Sollte daraufhin dennoch eine Kommunikation zustande gekommen sein, passierte folgendes: Wenn ich jetzt ganz ehrlich bin und ja, das ist ein bisschen peinlich, habe ich versucht mittels dem was ich schreibe, im Empfänger Bilder zu erzeugen. Ich schrieb also vom Thaiboxen, Yoga und Surfen (dahinter liegende Botschaft: gefährlich, sexy Surfchick, kann sich verbiegen wie eine Brezel) und von meinen zahlreichen Tattoos, die man tatsächlich nur sieht, wenn ich nackig bin (dahinter liegende Botschaft: stell dich mir nackt vor! Ich möchte, dass du mich begehrst). Botschaften, die mit meinem eigentlichen Wunsch, eine liebevolle Beziehung zu führen, nichts zu tun hatten, aber sehr wohl etwas mit meinem tiefliegenden Vikalpas: Meinen Gedankenkonstrukten. Wie sich Gedankenkonstrukte auf unsere Sprache wirken und wie Worte unsere Realität formen, möchte ich mit euch in den nächsten kommenden Posts zu Vak, den vier Ebenen des Wortes im Tantra erläutern. Es wird spannend!  Love, Sandra 💗

Femine Awakening und Yoni Sakti – über Schwangerschaft, Hormonyoga, Traumata und Freude

Vor etwas über ein Jahr bin ich etwas losgeworden, was mich zuvor 27 Jahre lang begleitet hat: Die Pille. Vorrausgegangen war ein wochenlanger Widerwillen, der erst ganz leise begann und dann jeden Tag kontinuierlich wuchs. Bis ich es nicht mehr ignorieren konnte: mein Körper wand sich und mir war körperlich schlecht, wenn ich die kleine, runde Tablette einwerfen sollte. Ich entschied mich damals, auch mit eurer Unterstützung, gegen die Hormone. Ich war es leid meinen Körper etwas vorzugaukeln und mit der Entdeckung meines Fundamentes, mit meiner wachsenden Integrität und Selbstliebe im besten Sinne, hörte ich von einem Tag auf den anderen auf.

Ich konnte nicht einmal den Blister zu Ende nehmen. Natürlich hatte ich Ängste: Ich wollte nicht schwanger werden, hatte – ganz eitel – Angst vor Haarausfall, Pickel. All das ist übrigens passiert. Aber die größte Angst war, meinen Zyklus erst nicht zu bekommen. Deshalb nahm ich Privatunterricht im Hormonyoga bei Claudia Turske. Ich habe schon vor dem Pilleabsetzen begonnen und war begeistert von der feinen Praxis, mich immer etwas high machte. Mein Zyklus stellte sich sofort nach 27 Tagen ein und immer wenn ich eine regelmäßige HoYo-Praxis habe, ist er punktgenau. Ich bin aber auch faul oder eher: Wenn ich nicht leide und HoYo etwas ist, dass ich zusätzlich zu meinem vollen Terminkalender unterbekommen muss, dann lasse ich es schleifen.  Und deshalb kamen Pickel und Haarausfall dazu. Sobald ich jedoch wieder eine Zeitlang regelmäßig praktizierte: Hello, rosige Haut, und goodbye Haarausfall.

 

Meet my monster

Da ich nicht schwanger werden wollte und ich gerade erst zum zweiten Male frisch mit meinem Freund zusammen war, entschloss ich mich die Pille abzusetzen und mir eine Kupferkette einsetzen zu lassen. Was dann passierte – damit hätte ich nie gerechnet. Ich bin völlig auf dem Stuhl zusammengebrochen, als dieses Stahlteil meine Vagina aufspreizte und die Gynäkologin mit der Pipette die Schleimhäute desinfizierte. Ich hatte einen solchen Panikanfall wie noch nie im Leben, fühlte mich ausgeliefert, voller Schmerz und bin einfach völlig zusammengeklappt. Mir wurde hier klar, dass ich immer noch ein Trauma in meiner wunderschönen Ladylandscape trage, in meinen Uterus, in meiner Vagina. Woher das rührt, möchte ich nicht ausführen, aber ich denke, jeder kann es sich vorstellen. Wer dazu mit mir in Kontakt treten möchte, schreibt mir einfach eine PN.

 

New Beginnings

Für mich war klar, dass ich mich hier niemals wieder verletzen lassen würde. Hormonyoga schaffte eine Verbindung zu meinem Weiblichsten in mir, zu meiner Muschi, den Eierstöcken, der Vagina, den Uterus, all die wunderschönen Parts in und an mir. Die energetische Arbeit mit dem Becken und Womb Yoga, Yoni Mudras, Yoni Sakti hilft und half mir zu heilen. Hormonyoga faszinierte mich so sehr, dass ich am Anfang dieses Jahres sogar eine Ausbildung machte. Und was soll ich sagen: Direkt danach wurde ich schwanger. Tatsächlich haben wir nur ein einziges Mal nicht aufgepasst und sofort bildete sich neues, gemeinsam erschaffenes Leben in mir. Das neue Leben wollte jedoch ein Sternchen sein und verließ uns nur acht Wochen später. Ich denke immer noch in großer Dankbarkeit und Liebe an diese kurze Zeit der Schwangerschaft zurück. Ich habe es geliebt schwanger zu sein, morgens für mein Krümelchen zu singen, den Hosenknopf aufzulassen, weil ich irgendwie sofort so richtig schwanger war, mit pralleren Brüsten und Bauch. Hormonyoga half mir in der Zeit danach, die aus dem Ruder gelaufenen Hormone wieder zu harmonisieren. Aber natürlich: kurz danach ließ ich es wieder schleifen und Haarausfall Pickel, ständige Gewichtszunahme und co. statteten mir einen Besuch ab.

 

Im jetzt

Und jetzt? Ich baue HoYo regelmäßig in meine Praxis ein. Ich bin wahnsinnig mit meinem Zyklus verbunden. Wie ich jemals dachte, nicht bemerken zu können, wann meine fruchtbaren Tage sind, bringt mich heute zum Lachen. Ich habe einen so klassischen Zyklus! Bis zum Eisprung blühe ich auf, ich habe wahnsinnig Lust auf Sex, am Eisprung kulminiert dies: ich leuchte und ich könnte – ich sage es mal so direkt – den ganzen Tag vögeln. Kurz danach bin sexuell sehr viel weniger aktiv, deutlich inwärts gerichtet, besonnener, klarer.

Mich fasziniert der weibliche Zyklus und welche Kräfte er mit sich bringt. Ich schätze die feine Art des Hormonyogas, das mich bei PMS auch sofort gutgelaunt werden lässt, ich liebe die verbindende, energetische Arbeit mit meinem Becken.

Um es Zusammenzufassen: ich habe mittlerweile eine Liebesbeziehung mit meiner Muschi. Ich habe ihr sogar einen Liebesriefe geschrieben, sie gezeichnet, vor und nach dem Orgasmus, ich bin, sorry, das kann ich mir nicht verkneifen, tief eingetaucht. Dabei habe ich die Kreativität, die weibliche Kraft und das unendliche Potenzial von Liebe entdeckt, dass in uns allen schlummert.

 

Aus all diesen Erlebnissen ist ein neues Baby geschaffen worden: mein Hormonyoga-Workshop „Feminine Awakening“. In diesem teile ich meine Geschichte, praktiziere mit euch Hormonyoga und energetische Übung in einem geschützten Raum. Jede Teilnehmerin ist danach in der Lage vollkommen frei und selbstständig zu praktizieren. Wir werden dabei nicht nackt sein oder ähnliches, auch wenn ich für alle Interessierte Übungen für zuhause mitgebe, die auch in Richtung sexuelle Erforschung gehen. Also meine schönen Göttinnen: Seid ihr bereit in eurer Weiblichkeit zu erwachen?

Der Workshop Feminine Awakening findet in Berlin im Januar 2019 statt: https://www.lillawuttich.de/anatomie/workshops/#feminine-awakening

 

Sweetest Joy of Fading – Meditationen rund um das Verklingen

in Kooperation mit https://soulzen.de (Werbung)

„Faded“ – wenn ich das englische Wort für verklingen höre, denke ich mittlerweile nicht mehr als erstes an Kendrick Lamars Song „Swimming Pool „(„Pour up, drank, head shot, drank Sit down, drank, stand up, drank Pass out, drank, wake up, drank Faded, drank, faded, drank.“), sondern als waschechter Tantraphilosophie-Nerd an den Quelltext „Svabodhodaya-mañjarī – Blossoming of Awareness“. In den Sutren des Textes geht es häufig darum, den Nachhall, das Verklingen zu erforschen: Eines Donnerhalls, eines Geschmacks, etc. Den Fokus darauf zu legen, wie sich etwas auflöst, bringt eine unglaubliche Ruhe und kann ganz wunderbar immer wieder in den Alltag eingebaut werden. Selbst bei meinen langen Waldspaziergängen meditiere ich mittlerweile: ich versuche ganz bewusst wahrzunehmen, was ich sehe, den ersten Moment, bevor ich kategorisiere und beobachte dann, wie Dinge, Geräusche langsam wieder aus meinem Bewusstsein verschwinden. Das liebe ich so sehr an Tantra: Die Praxis findet nicht abgeschirmt statt, sondern kann mitten im Leben an gewandt werden.

Zuhause liebe ich derzeit eine Form der Klangmeditation und benutze dazu am liebsten meine Klangschale, die mir netterweise vom Online-Shop https://soulzen.dezur Verfügung gestellt wurde (Werbung, da Produktsample). Ich mag den Shop sehr: clean, schlicht, schick und wirklich schöne Dinge rund um den spirituellen Lifestyle, Yoga und Meditation finden sich dort. Spirituell, aber ohne Esogedöns.

Die Klangschale  mit Schlägel wurde mir für die Meditation zugesandt und ich muss sagen: Das Meditieren auf den Klang mit einer wirklich dafür gemachten Klangschale übertraf meine Erwartungen. Dieses superfeine Nachhallen und Nachklingen, diese unendlich lange Vibration, die kaum hörbar nachschwingt,.. hier zu beoachten, wo im Körper der Klang bei mir resoniert und zu beobachten wie er nachhallt, wie er ausklingt, wie er sich auflöst – das bringt mich sofort zur Ruhe und zu einer ganz direkten Wahrnehmung des jetzigen Momentes. Ich habe daher mit meinem lieben Freund und Fotografen Sebastian Schmidt () ein kleines, feines, kurzes Meditationsvideo gemacht, um dieses schöne Erlebnis mit euch zu teilen. Ich bin schon so gespannt auf euer Feedback!

Love, eure Sandra P.S.: Wer danach Lust hat, selbst mit Klangschale zu meditieren oder einfach nur so einmal bei https://soulzen.de zu stöbern, bekommt mit dem Code SoulZenxSandra  15 Prozent Rabatt.

 

 

Über Elvis Presley, dolle Sprünge und den Muskel des Glaubens: Wie du besser mit Kritik umgehen kannst

Ich gucke gerade raus in meinen Garten. Es ist 21 Uhr 47. Die Rehe grasen am Zaun und das Licht ist so unwirklich orangefarben, wie es nur im Sommer auf dem Land nach einem Regen und im Sonnenuntergang ausschauen kann. Gerade eben habe ich noch einen Netflix-Film geschaut, in dem die Außenseiterin plötzlich in die coole Clique aufgenommen wurde, aber sich dabei selbst verlor. Natürlich wurde sie am Ende wieder zu dem netten Mädchen in einer 2.0-Version und mit dem heißesten Typen der High School an ihrer Seite. Als ich kleiner war, habe ich mir so eine Transformation auch so sehr gewünscht. Ich weiß noch, wie ich mich zu einem Elvis Presley Film hübsch machte. Mir die Haare ganz sorgfältig kämmte, die Brille ganz ordentlich putzte, Labello auftrug und mir vorstellte – Elvis und ich, wir würden beste Freunde und das Leben hätte irgendwie mehr Halt, mehr Freude. Die hatte ich nämlich nicht, die Freunde  (den Halt auch nicht) und ich wollte so gern irgendwo richtig dazugehören.

 

„Guck mal wie toll ich springen kann“

Tja, und das dazugehören wollen, das zog sich dann irgendwie durch mein Leben. Bis ich mir selbst ein Fundament gebaut habe und dachte, ich bin komplett frei und unabhängig vom Lob und der Bestätigung und zwar in allen Bereichen. Ich hatte zum Beispiel Anfang des Jahres einen total schönen Termin mit Luisa Hartmann, die mir sagte „deine Aufgabe ist es, dich in die eigene Größe zu trauen und dich zu zeigen.“ Ich lächelte milde und weise sagte: „Ja, das mache ich schon, das habe ich gut geschafft.“ Denkste! Das galt für Beziehungen, aussehen, aber nicht für meinen Herznesweg: Yoga zu teilen und zu schreiben. In den letzten Wochen bin ich mehrfach mit der Nase darauf gestoßen worden, mich unabhängig zu machen und an mich und meinen Herzensweg zu glauben  – nämlich auch dann, wenn andere es nicht tun. Ich durfte feststellen, dass mir immer noch bei manchen Personen ihre Meinung überaus wichtig war und ich eher etwas von „Guck mal wie toll ich springen kann, Mama!“ habe, als eine souveräne, gestandene 41-Jährige zu sein, die – nebenbei bemerkt –  eine ziemlich erfolgreiche innere Dämonenbesiegerin ist. Ich suchte klammheimlich immer noch nach Erlaubnis oder das Lob von Respektspersonen und wenn das ausblieb oder sigar Gegenwind kam, war ich enttäuscht.

 

Lüften wir die Schleier: Was liegt hinter dem Wunsch nach Lob?

Aber warum habe ich das gemacht? Mittels einer sehr schönen Technik, zu der es bald ein YouTube Video gibt, bin ich auf den Grund des Gefühls gegangen. Ich habe erkannt, dass es die stark verwurzelte Urkraft der Stammeszugehörigkeit ist, die mich so angetrieben hat. Ich wollte von Respektspersonen und Lehrern geschätzt werden und sie sollen es toll finden, was ich mache, das ist der innere Wunsch dahinter. Und hinter diesem Wunsch? Lüften wir noch einmal einen weiteren Schleier und erkennen: Ich konnte auf meinen Herzensweg, dem Yoga und dem Schreiben, immer noch nicht immer zu 100 Prozent an mich glauben, sonst hätte ich kein außen gebraucht. Wohlgemerkt: Konnte, Vergangenheit. Du, ich – wir brauchen keine Erlaubnis, um unseren Weg zu gehen, unser Dharma zu leben, genau das in die Welt zu tragen, was unser unstillbares Verlangen ist. Denn das ist es, was das Leben durch uns in die Welt tragen möchte.

 

Kritik ist wie ein Squat für den Muskel des Glaubens an dich

Also änderte ich meine Wahrnehmung auf Kritik oder fehlendes Lob. Jede Kritik kann uns stärken. Sie kann uns stärken, dass wir annehmen können, wenn sie berechtigt ist oder auch nur ein Funke Wahrheit drin steckt, und sie hilft uns authentischer leben zu können. Es ist daher wirklich wichtig, immer ehrlich zu sein und genau darüber nachzudenken, was du davon annehmen kannst – und was nicht passt.

Denn das Wichtigste ist: bleibe bei dir. Wenn es etwas ist, was dir sehr am Herzen liegt, lass es dir nicht kaputt machen. Du brauchst keine Erlaubnis oder Beifall, das zu tun, woran du glaubst! Und dann ist jede Kritik quasi wie ein Squat für den Muskel des Glaubens an dich selbst ist und jeder unangenehmen Konfrontation beinhaltet die Chance für Wachstum, um noch heller zu strahlen. Denn wenn ich eins durch die letzten Wochen gelernt habe dann das: Manchmal braucht es die größten Kritiker an deinem Tun, um deinen Glauben an dich selbst zu festigen und dein Tun noch reiner werden zu lassen. Diesen Glauben nicht zu verlieren, gleichzeitig offen dafür zu sein, was wir in die Welt tragen dürfen und sich jeden Tag zu fragen: „Was kann ich in die Welt bringen? Was darf durch mich ausgedrückt werden? Wie kann ich voller Vertrauen aus dem Herzen leben? Wie kann ich dienen?“ Wenn wir so leben, leben wir wahrhaftig aus dem Herzen heraus, dann beginnen wir unsere Wahrheit zu leben und unser Glauben an uns, und an das was wir tun, wird stark wie ein Fels.

 

Ich glaube an Euch, Lovelies. 💖 Eure Sandra