Selbstliebe Archive – House of Grace
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Open, soft, in Trust – über die Kunst der Hingabe

Du stößt mich immer weg!“, sagt der gutaussehende Mann und rutscht an die Bettkante. Verständnislos gucke ich ihn an: „Häh? Ich stoße dich doch nicht weg!“ Etwas pikiert schaut er mir in die Augen: „Doch, immer wenn wir Sex haben ist es, als ob du mich nicht durchlässt. Wie ein Widerstoß.“ Ich wusste damals nicht, wovon dieser hübsche Mann sprach, immerhin hatten wir doch gerade eben erst erfolgreich im Bett herumgeturnt. Damals war ich noch deutlich jünger und meine Verbindung zu meiner Weiblichkeit, die Aufarbeitung meiner Traumata – alles noch in weiter Ferne. Erst heute habe ich verstanden, was er damals meinte. Ich hatte bis vor kurzem keinerlei Verbindung zu meinem Schoß, mein Uterus verkrampfte innerlich in der Tiefe, wenn etwas oder jemand in mich eindrang. Durch das feine Praktizieren im Homonyoga durfte ich lernen, was es heißt sich wahrhaft mit meiner Weiblichkeit zu verbinden. Durch energetische Übungen, Visualisierungen und beherzte Hands-on Übungen überwand ich für mich das „vaginale Lord Voldemort Syndrom“ (die, dessen Name nicht genannt werden darf). Erst jetzt weiß ich, wie das überhaupt geht: Dieses komplette sich Hingeben beim Sex, ohne Angst vor Verletzung. Es ist ein bedingungsloses Verschenken an dich, deinen Partner und an die Lust, ein spiritueller Moment, in dem du pure, energetische Weiblichkeit bist. Dazu entspanne ich mich vollkommen beim Eindringen und lasse bewusst den Beckenboden los. Ich stelle mir vor, wie ich innerlich ganz weich und offen werde und bin bereit vollkommen zu empfangen. So Sex zu haben ist wundervoll und ich möchte euch wunderschönen Frauen da draußen alle ermutigen es zu probieren. Aber bitte mit einem Partner, dem ihr am Herzen liegt und vice-versa, denn so ein intimer Moment bedarf Vertrauen und auch die Bereitschaft des Partners (oder Partnerin), verantwortungsvoll die Führung zu übernehmen. Für alle die Lust haben, mit Hormonyoga den ersten Schritt zur Verbindung mit ihrem Frausein zu tun: Im Januar gibt es ein Wochenenend-Workshop in Berlin, bei dem ich euch alle Grundlagen beibringe und nach dem ihr selbstständig alleine weiter üben könnt  (siehe Events mit Sandra). Blossom up, my beautiful Ladies! 🌸Love, Sandra💗

Cinderella 87 und die Natur der Liebe: Gedanken zum Valentinstag

Mit elf dachte ich, Liebe sei so wie in der Serie „Cinderella 87“. Wie im Märchen eben. Das Aschenputtel findet seinen Prinz und reitet mit ihm in eine rosige Zukunft. Oder fährt auf einer Vespa in die selbige. Ich schwärmte damals für Pierre Cosso, trällerte „Dreams are my reality“ vor mich hin und das Poster von Pierre hing direkt neben dem Bravo-Poster von Michael Jackson. Beide küsste ich jeden Abend vorm Schlafengehen, nahm anschließend meine riesige Brille ab und legte mich in ein Meer von Kuscheltieren, in der Hoffnung, dass mich ein Prinz auch irgendwann einmal wirklich sehr lieben würde.

 

30 Jahre später weiß ich, dass es ein bisschen komplizierter ist. Ich habe in den vergangenen Wochen viel nachgedacht, über die Liebe. Und ob man wirklich liebt, wenn das Drama ausbleibt. Denn ich, meine Damen und Herren, ich habe das Drama geliebt. Ich habe nächtelang bittere Tränen geweint, um vermeintliche Lieben. Manchmal sogar, wenn es überhaupt gar keine Basis dafür gab. Ich habe oft genug zu schnell ja gesagt, um in die schnelle Illusion von Liebe zu verfallen und dabei die wirkliche Liebe sowie meine Selbstliebe und Würde zu verraten. Ich habe den Rausch des Anfangs geliebt, das Verrückt sein nacheinander, das nicht Schlafen können, die Aufgeregtheit , bevor man sich sieht, das nächtelang wach bleiben, und nein: nicht, weil man Binge-Watching auf Netflix macht.

 

Ist Beständigkeit boring?

Ich habe oft geschrieben, dass ich mich innerlich sehr gewandelt habe. Ich habe ein starkes Fundament, bin im besten Sinne „unbreakable“ geworden: Ich weiß, dass mein Innerstes nicht zerbrechen wird, auch wenn ich mit Sicherheit immer mal wieder sehr traurig in meinem Leben sein werde. Gleichzeitig liebe ich anders.

Die Eifersucht ist weg, das Drama, die Amplitüde, die Extremen nach oben wie unten. Das bedeutet nicht, dass wir keine wunderschönen Highlights haben. Der Sommer 2017, in dem mein Freund mich zurückeroberte, war schlicht magisch, voller Liebe und Schmetterlinge im Bauch. In meiner Partnerschaft jetzt fühle ich mich umgeben, umwoben, umsorgt, die Handlungen meines Freundes lassen mich geliebt und geborgen fühlen, wie in einem weichen Kokon. Aber wenn das morgen aufhören würde, wäre ich zwar sehr traurig, aber es wäre eben auch kein Weltuntergang. Manchmal denke ich, diese Aufregung von früher müsste doch da sein. Oder ob ich einfach gar nicht mehr anders lieben kann, als so: warm, weich, beständig. Weil ich mit mir alleine einfach so glücklich bin und die Bedürftigkeit schlichtweg nicht mehr da. Oder ob es etwas Schlimmes ist, wenn die Achterbahnfahrt der Gefühle ausbleibt, die Liebesschwüre, die Verrücktheiten und die Trunkenheit der Hormone. Ich habe mich gefragt, ob Beständigkeit boring ist. Meine schöne, kluge Freundin Angela merkte dazu an: „Ist es nicht seltsam, dass wir genau diese Beständigkeit in unseren Freundschaften und Familien schätzen, nur bei romantischen Beziehungen in Frage stellen?“ Recht hat sie.

 

 

Ich habe Dich erkannt! Auch mit neuer Perücke!

Denn genau da habe ich es dann wieder ertappt. Mein kleines Muster, getarnt mit einer anderen Perücke. Dass perfiderweise mir von hinten auf die Schulter tippte und mir leise in das Ohr einflüstern wollte, wie Beziehungen denn zu sein haben. Das diktiert, wie stark der Prinz sein muss und wann der Schimmel cool oder uncool ist. Das mir sagt, dass ich eigentlich weggestoßen werden sollte, denn so funktionieren Beziehungen nun einmal. Mit entsprechendem Drama danach. Das Make-up für das Muster spendiert die Gesellschaft dazu, dass uns in Filmen und Büchern verklickert, wie die Liebe denn so zu sein hat. Als ob es nur eine Sprache der Liebe gibt und nicht unzählige Arten zu lieben.

 

Sei die Vision, die dein höheres Selbst kreiert

Glücklicherweise liebe ich mich selbst genug, um diese Fragen zwar zu durchdenken, aber nicht zu glauben. Mein höheres Selbst hat vergangenes Jahr eine Vision von mir kreiert, wer ich sein möchte, mit wem und wie. Ich glaube so fest daran, in sämtlichen Bereichen, dass es sich tatsächlich manifestiert. Zum Beispiel in einer Beziehung mit einem Mann, der für mich da ist, mich unterstützt, mit dem ich ernsthaft Quantenteleportation diskutieren kann, in dessen starke Arme ich versinken kann. Der meinen Horizont mit seinem großen Wissen erweitert, und mit dem ich faul einen Sonntag herumliegen kann, aber genauso gut Abenteuer erleben darf. Mit dem ich sowohl Netflix Serienmarathon-Abende veranstalte, als auch Sachen, die ich hier nicht öffentlich schreiben kann.

 

Die Wahrheit.

Wir haben oft so unfassbar hohe Erwartungen an Beziehungen und unseren Partner, dass es sich kaum erfüllen kann. Gerade wir Frauen, wollen zudem so genommen werden wie wir sind, mit all unseren liebenswerten Unperfektheiten und Marotten. Dass der Prinz aber auch verletzlich sein darf, ist nicht in unserem Plan vorgesehen. Insbesondere wir Frauen zerbrechen uns so häufig den Kopf um die Liebe und wie sie zu sein hat, dass wir in Gefahr laufen sie zu verpassen oder ihr keine Chance zum Wachstum zu geben.

 

„Löse dich von dem was du glaubst, wie Liebe sein muss. Lass sie einfach entstehen, in der Sprache, die sie eben spricht. Gönne dir die Freiheit, im Moment zu sein und Glück zu erleben. Und: Lass den Prinzen absteigen.“

 

Ich habe nachgedacht und glaube – mit Verlaub – es ist kackenegal, ob die Amplitüde ausschwingt oder nicht. Ich glaube Liebe und eine Partnerschaft, in der wir wachsen können, ist geprägt von Ehrlichkeit und dem Mut sich verletzlich zu zeigen. In unserer dopamingetränkten Welt, in der das nächste Glücksgefühl nur ein paar hundert likes entfernt ist, verlieren wir die Wertschätzung für das weiche, warme, beständige. So wie wir Fotos mit Filtern versehen und verbessern, sind wir im ständigen Optimierungswahn anstatt das Jetzt zu genießen. Dabei ist es die Entscheidung, im Jetzt mit ganzem Herzen präsent zu sein, die uns Freiheit und Glückseligkeit schenkt.

 

Deshalb seid roh. Verletzlich. Zeigt euch schonungslos und habt keine Angst vor dem Fallen. Genießt den Moment, das Jetzt, das Wachsen mit einem Menschen an eurer Seite oder ohne, denn der Moment ist das was wir haben. Erfüllt jede Sekunde des Seins mit Liebe, Hingabe und Verletzlichkeit – und Konstrukte werden bedeutungslos. Ich glaube, das ist das Einzige, was uns wahrhaft glücklich macht und uns tief verbindet: ein Sein in Liebe, mit uns, mit anderen, mit dem, was sehr viel größer ist als wir.

 

Female Awakening – Das Herzthema meiner Klasse bei den YogiDays Circle of Woman

Ich wusste bis Freitag morgen noch nicht so richtig, was ich in meiner Klasse bei den YogiDays Circle of Woman erzählen werde. Zwar schwirrte schon die grundsätzliche Idee der Stunde durch meinen Kopf, aber alles war verschwommen. Als ich dann in meinem Bett saß, die Dämmerung brach an, die ersten Rehe versammelten sich grasend auf den Hügel vor meinem Schlafzimmer, da habe ich es gespürt.Die Energie, die mich mit umwob, die Stimmung. Es ist ein wie sich einstellen auf ein göttliches Radio, den Sound des Universums, Gott, unendliches Bewusstsein – wie immer ihr es auch nennen wollt. Es ist weniger ein rationales Denken, viel mehr ein Wissen, dass seinen Ursprung ganz tief in Dir hat und plötzlich da ist.

 

Und ich wusste ich muss Euch meine Geschichte zu Freundschaft und Frauen erzählen. Ich werde nie vergessen, als mich Tina, eines der hübschesten Mädchen der Schule, wahrnahm und die Zeit mit mir verbrachte. Ich dachte mit 14 hätte ich nun vielleicht eine Freundin gefunden, denn tatsächliche Freundschaft kannte ich schlichtweg nicht in meinem Leben. Die Welt brach für mich zusammen, als ich Tina auf meinem Fahrrad in die Innenstadt fuhr, und ein Bekannter Tina fragte, ob wir Schwestern sein. Sie schrie ihn darauf an, das wäre jawohl die größte Beleidigung, ob er mich überhaupt mal angeschaut hätte, wie er glauben könnte, dass ich hässliche Brillenschlange ihre Schwester sein könnte. Daraufhin musste ich sie noch nach hause fahren und ich weinte auf meinem Heimweg stumm vor mich hin.

 

„Immer in Bewertung und Vergleich: Waren andere Frauen schöner? Erfolgreicher? Anmutiger?“

Dann kamen die Zeiten, in denen nur zählte, was Männer über mich dachten. Ich war so fokussiert darauf, dass ich Frauen ständig bewertete. Waren sie schöner? Erfolgreicher? Klüger? Anmutiger? Ich lebte im ständigen Vergleich und Mangel. Das ging sogar soweit, dass ich bei einer Affäre, die ich mit einem Mann hatte, eifersüchtig auf Frauen war, die ihn nicht mal kannten, sondern einfach nur den Typ Frau verkörperten, auf den er stand. Mit den Jahren, ich bin jetzt 41, änderte sich dies. Langsam, in Babysteps. Je mehr ich zu meiner inneren Kraftquelle gefunden habe, je mehr ich an dem Überkommen meiner Mustern gearbeitet habe, gelernt habe, durch Yoga, durch meine spirituelle Arbeit, durch das Schreiben, meine Andockstelle an Shakti, die allumfassende Energie, zu finden, desto mehr trat der Zauber von wahren Freundschaften zwischen Frauen in mein Leben. Ohne meine Freundinnen wäre ich nicht hier, würde ich heute hier nicht sitzen. Meine liebste Freundin Angela, die mir nicht nur ein zuhause bot, sondern mich immer, mal sanft, mal sehr bestimmt auf den richtigen Pfad lotste. Meine Freundin Caroline, mit der ich hochphilosophische Fragen erörtern kann und die mit mir immer wieder aufs Neue über die Natur des Göttlichen sinniert. Meine Freundin Sandra, mit der ich seit 14 Jahren eine gemeinsame Firma führe und die immer hinter mir steht, auch hinter der Entscheidung, sehr viel weniger in der PR zu arbeiten. Anna, mit der ich fast jeden Tag reflektiere, Yoga verfeinere, die mit ihrer übersprudelnden Lebenslust jeden umhaut. Juliana, die so stark und kraftvoll ist und mit der ich gemeinsam immer weitere Schritte gehe, um unseren Traum zu leben.

 

„Die Kraft und der Zauber von Frauenfreundschaften: Unterstützung und gemeinsam stärker werden“

Um mich herum sind so viele Frauen und eins zeichnet sie aus: Jede tritt für die Andere ein. Anstatt Konkurrenz zu empfinden, pushen wir uns gegenseitig, schlagen uns gegenseitig vor für Workshops oder ähnliches vor, wir sagen, wie stolz wir auf uns sind und helfen einander in jeder Situation. Wir schwingen auf der gleichen Energie und lassen sie durch die Gemeinschaft noch unendlich viel kraftvoller, mächtiger in unser Leben treten. Vorgestern hat eine Yogateilnehmerin zu mir gesagt: „Sandra, Du hast echt einen Kick Start im Yoga hingelegt.“ Nein, das habe ICH nicht getan. Das, meine Lieben, das haben meine Schwestern und ich GEMEINSAM geschaffen. Gemeinsam erheben wir uns, gemeinsam tunen wir uns ein auf die allumfassende, erschaffende Energie von Shakti, die die erschaffende Kraft des Göttlichen ist. Nicht getrennt von Gott, sondern nur der Ausdruck Gottes. Und gemeinsam, meine Schwestern, gemeinsam werden wir uns erheben. Jede einzelne von uns. Gemeinsam werden wir so unendlich stark sein, dass wir ohne Angst weich und verletzlich sein können. Gemeinsam werden wir neue Welten erschaffen. Gemeinsam erheben wir uns: stark, schön, sanft, weiblich. Gemeinsam sind wir in Gott.

Starchild: Astrologische Beraterin Luisa Hartmann im Interview

Es gibt dieses wundervolle Gedicht von Zara Ventris: „I am a child of the Moon. Being raised by the sun. In a world walked by stars. And a sky drawn with flowers.“ Dieses Gedicht kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn ich an Luisa Hartmann, astrologische Beraterin, denke. Luisa ist besonders, intuitiv, feinfühlig, ausgebildete Psychologin und eine der großartigen Redaktionskollegen bei FuckLuckyGoHappy.

Im vergangenen Jahr buchte ich einen Termin bei ihr zur astrologischen Beratung. Vorausgegangen war wieder der Impuls, sofort zum Telefonhörer zu greifen, als einen Artikel von Luisa las. Mittlerweile verlasse ich mich auf solche Impulse und auch dieses Mal hat es mich nicht getäuscht. Tatsächlich hat es mich wieder einmal nicht enttäuscht. Die Beratung bei Luisa hat mich in meinem Weg bestätigt, aber auch ganz neue Erkenntnisse gebracht. So viel stand zu meinem persönlichen Werdegang in den Sternen, zu meiner Geschichte, zu dem großen Umbruch in meinem Leben. Bei dem Gespräch kamen das ein oder andere Mal Tränchen bei mir och, Tränen aus Freude und aus Dankbarkeit, dass der Weg den ich gewählt habe, mein Schicksalsweg, der richtige Weg ist. Das weiß man zwar im Herzen, es von einer fremden Person erzählt zu bekommen, welche grundsätzlichen Lebensthematiken existieren und mit welcher Vorbestimmung man auf die Welt gekommen ist – das hat mich tief berührt. Mich hat Luisas Arbeit wahnsinnig beeindruckt und deshalb möchte ich sie Euch unbedingt im Interview vorstellen.

 

Wie bist Du zur Astrologie gekommen?

Interessanterweise hat mein Vater mir schon als Kind und Jugendliche immer wieder verschiedenste Geschenke zum Thema Sterne und Astronomie gemacht, zum Beispiel eine Leuchtkugel, mit der man den Sternenhimmel an die Zimmerdecke projizieren konnte. Damit lag er genau richtig bei mir – ich habe diese Sachen geliebt und fand sie schon damals magisch.

Zur Astrologie bin ich dann aber erst mit 21 Jahren gekommen. Tatsächlich war auch hier mein Vater der Auslöser. Er hat mir zum Geburtstag eine schriftliche astrologische Persönlichkeitsanalyse geschenkt. Ich fand das so faszinierend, war aber auch ziemlich skeptisch. Vieles traf zu, einiges aber auch nicht. Ich wollte das unbedingt tiefer verstehen und bin seitdem langsam, aber konstant immer tiefer in die Welt der Astrologie eingetaucht.

 

Du hast auch eine sehr fundierte wissenschaftliche Ausbildung. War es für Dich schwierig, den Shift zur Astrologie zu machen?

Ja und Nein. Was daran auf jeden Fall schwierig war, war meine eigene innere kritisch-analytische Stimme, die immer wieder alles in Frage gestellt hat. Allerdings hat mir genau dieser Anteil auch geholfen, mich richtig tief in die Astrologie vorzuwagen. Es hat mich echt Kraft und Überwindung gekostet, 2015 auf meine Webseite „astrologische Beratung“ zu schreiben – mich also quasi zu outen – da ich mit ziemlicher Sicherheit weiß, dass viele meiner Psychologiekollegen eine Ablehnung gegenüber der Astrologie verspüren. Aber es war ein Bekenntnis zu mir und meinem Weg.

Da ich ja Vertreterin der psychologischen Astrologie bin, ist mir die Verbindung von Psychologie und Astrologie dann wiederum sehr leicht gefallen. Meiner Meinung nach profitieren beide Bereiche unglaublich voneinander. Gerade die jungianische Analyse hat die heutige psychologische Astrologie stark mitgeprägt – in wundervoller Weise, wie ich finde.

 

 

Ich dachte früher, Yoga ist esoterische Krankengymnastik. Warst Du früher auch skeptisch gegenüber der Astrologie? Wann hat sich das geändert?

Ja, ein Teil von mir war definitiv sehr kritisch der Astrologie gegenüber. Vor allem gab es eine Angst in mir, dass die Astrologie zu deterministisch sei und ich mich dadurch sehr eingeengt fühlen würde. So wie ich Astrologie heute verstehe und praktiziere, ist allerdings das Gegenteil der Fall: Das Horoskop unterstützt uns, die Freiheit zu nehmen, wir selbst zu sein und in tiefer Überstimmung mit unserer Seele zu handeln –

jenseits von Normen und Konventionen. Sie orientiert sich an deiner einzigartigen, inneren Wahrheit.

Letztendlich hat mich dann die emotionale Evidenz überzeugt. Als ich spürte, dass in der Astrologie so viel tiefe Bewusstwerdung und Erkenntnis zu finden ist und ich stark in Resonanz ging mit allem was ich lernte, war es um mich geschehen.

 

Wie hat sich Dein Leben verändert, seitdem Du Dich intensiver mit der Astrologie beschäftigst?

Am stärksten ist mein Urvertrauen gewachsen. Es war zutiefst heilsam für mich, mich von etwas Größerem wie dem Kosmos oder dem göttlichen Universum gehalten und gesehen zu fühlen. Zudem habe ich mir durch die eigene Analyse meines Horoskops immer mehr erlaubt, meine Potenziale zu leben und die Versagensangst in den Griff zu bekommen. Gerade die Erkenntnis, dass unseren tiefsten Sehnsüchten meist nicht irgendein Wunschdenken zugrunde liegt, sondern fast immer eine direkte Botschaft unserer Seele ist, hat mich unglaublich bestärkt. Trotzdem musste ich natürlich an meinen Themen arbeiten. Unser ganzes Leben ist ein enormer Entwicklungsprozess, und der ist nicht immer leicht. Auch das ist etwas, das ich durch die Astrologie so viel besser annehmen kann.

 

Gab es bei Dir ein besonders einschneidendes Erlebnis mit der Astrologie?

Oh wow – ich hatte so viele Aha-Momente… . Ganz viele, wo ich mit einem Astrobuch in meinem Lieblingssessel saß und mir die Tränen übers Gesicht gelaufen sind, weil es so schmerzhaft und doch so wahr war, was da stand.

 

Viele Menschen trauen sich nicht, astrologische Beratung in Anspruch zu nehmen, weil sie Angst haben, dass etwas Negatives in den Sternen geschrieben steht? Was entgegnest Du dieser Angst?

Aus meiner Perspektive ist keine Sternenkonstellation per se negativ – gerade in sehr herausfordernden Konstellationen schlummert ja ein unglaubliches Entwicklungspotenzial oder, wie mein Astrologiementor Markus Jehle sagte: Das sind die Kernkraftwerke der Entwicklung. Ich halte also gar nichts von klassischen „Gut/Böse-Deutungen“. Allerdings kann es sehr wichtig sein, sich gemeinsam schmerzhafte Themen anzuschauen und sie nicht abzuspalten oder zu verdrängen. Mir ist es ein großes Anliegen, das ganz respekt- und liebevoll zusammen mit dem/der Klienten*in zu analysieren und auch nur so weit zu gehen, wie es gerade stimmig ist. Das ist die absolut freie Entscheidung des Klienten/der Klientin.

Ich gebe dann auch sehr gerne Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach passenden therapeutischen Methoden, wenn man sofort loslegen möchte mit der Transformation.

Ich habe leider auch selbst schon schlechte Erfahrungen mit Astrologen gemacht, von daher kann ich entsprechende Ängste sehr gut verstehen. Ich kann allen empfehlen, sich vorher möglichst einen eigenen Eindruck zu machen – sei es über die Webseite oder ein Telefonat. Eine persönliche Empfehlung ist natürlich Gold wert.

Ein Psychologiestudium oder eine psychologische Zusatzqualifikation sind meiner Meinung nach auch ein sehr guter Indikator für die Qualität der Beratung. Es gibt aber natürlich auch extrem gute intuitive, empathische Astrologen ohne psychologische Fortbildungen.

 

Vielen Dank für das Interview!

Mehr zu Luisa findet Ihr hier: https://praxisfuerganzheitlicheentwicklung.wordpress.com 

THE WOW CLUB – der Workshop für mehr Selbstliebe

Hey, beautiful soul. Stehst Du manchmal vor dem Spiegel und magst so überhaupt nicht, was Du siehst? Erzählst Dir, was alles an Dir nicht richtig ist? Denkst Du auch, Du müsstest schöner, klüger, erfolgreicher sein – und dann wird alles besser? Bist Du manchmal verzweifelt, weil du immer wieder an die falschen Partner gerätst? Ich kenne das alles so gut. Jahrelang war ich gefangen in dem Glauben nicht gut genug zu sein, Liebe nicht zu verdienen, jahrelang habe ich versucht mich auf allen Ebenen immer wieder zu optimieren. Aber ich kann Dir ganz sicher sagen: Es gibt Wege daraus! Für mich ist es meine Herzensangelegenheit Menschen von dem Glauben zu befreien, nicht liebenswert zu sein. Ich möchte Dir helfen, wieder Liebe für die Person zu empfinden, die Dein Leben radikal verändern kann: Du selbst.

Genau dafür habe ich den THE WOW Club kreiert, ein geschützter Raum, in dem wir Yoga praktizieren, uns öffnen und in dem ich mit Dir teile, was mir am meisten geholfen hat, mich selbst zu lieben und mein Leben dadurch radikal zu verändern. Ich kann Dir versichern, es ist möglich zu heilen, es ist möglich aus dem vollen Herzen heraus zu leben und Dich selbst zu lieben, es ist möglich deutlich zu spüren, dass Du geliebt bist.

 

Bist Du auch bereit für mehr Liebe in Deinem Leben? Dann bin ich da für Dich, Beautiful, direkt an Deiner Seite. Genau hier. Genau jetzt.

 

THE WOW CLUB

3.03.2018    Soul&Yoga, Hamburg

https://de-de.facebook.com/events/148579989128675

11.03.2018    Mattenliebe Yoga, Bocholt

https://www.facebook.com/events/570462246679044

15.09.2018     NowYoga, Wiesbaden

https://www.nowyoga.today/workshops/the-wow-club-mit-sandra-von-zabiensky

Chaos Christmas

Meine Top-3-Tipps, um Weihnachten zu überleben

 

Ich würde ja wirklich gerne das Bild einer immer entspannten, sanft lächelnden Yogalehrerin aufrecht erhalten, die strahlend und mühelos ihren Weg geht. Ich würde wahnsinnig gern, wie eigentlich vorgenommen, einen tiefgehenden Text rund um Metta, die liebevolle Güte, verfassen und ihn Euch hier präsentieren. Das Ding ist: Das wäre so etwas von gelogen. Tatsächlich bin ich heute mit Herzrasen aufgewacht und dem Gefühl, sofort loslegen zu müssen. Ich hatte eine 1A „Fight or Flight“-Reaktion und mit der Sekunde des Aufwachens pumpte mein Körper solche Unmengen an Adrenalin durchs Blut, als müsste ich einer Horde Säbelzahntiger entkommen. Was passiert ist? Weihnachten steht vor der Tür, meine beachtliche Pfandglassammlung im Gartenhaus versperrt mir den Weg zur Weihnachtsdeko, am Weihnachtstag drohte ich mit 41 Jahren alleine mit meinen Eltern unter dem Tannenbaum zu sitzen und ruhig ist überhaupt nur Mini, meine 11jährige Chihuahua-Hündin.

 

Es ist ja nicht so, dass Weihnachten überraschend kommt. Es ist auch nicht so, dass ich nicht jedes Jahr mir vornehme, Weihnachten strukturiert und organisiert anzugehen. Hey, ich bin schließlich Sternzeichen Jungfrau! Aber auch dieses Jahr durchkreuzte mir das Leben so gewaltig meine Vorsätze, wie es nur konnte. Ich arbeite halbtags in meiner PR-Agentur ZPR als geschäftsführende Gesellschafterin. Da ich aber meinen Herzensleidenschaften Yoga zu teilen sowie journalistisch zu schreiben, mehr Raum in meinem Leben gebe und auch zwei Hunde zu versorgen habe, jongliere ich manchmal ganz schön mit den täglichen Aufgaben. Wenn dann, wie in den letzten Wochen, eine riesige Weihnachtskampagne unseres größten Kunden reinknallt, das zusätzlich zu Abgabeterminen für Artikel und dem Unterrichten von Yogastunden sowie Sonderklassen in anderen Städten, dann komme ich ganz schön ins Schwitzen. Vorweihnachtliche Muße? Einstimmung auf besinnliche Tage? Ist mir dieses Jahr einfach komplett flöten gegangen. Vielleicht kommt daher die Rebellion, aber heute breche ich mit Traditionen und habe mir außerdem fest vorgenommen, die Dinge ab sofort anders anzugehen.

Ein 💖-Beitrag für den Yogablogger-Adventskalender 2018

 

Break the rules!

Seit Jahrzehnten, selbst als ich verheiratet war, feiere ich Weihnachten mit meinen Eltern und meiner Schwester. Nach einem meist grandiosem Essen, meine Mutter ist einer hervorragende Köchin, gab es Bescherung, anschließend Plaudereien bei Kaminfeuer und Wein. Nun bin ich 41 Jahre alt, meine Schwester 36 und gesegnet mit der süßesten Tochter, die man sich vorstellen kann sowie einem zauberhaften Mann. Alle drei werden dieses Weihnachten nicht da sein. Das heißt, ich sitze mit 41 Jahre allein mit meinen Eltern unter dem Tannenbaum. Nun habe ich den weltbesten Mann an meiner Seite, aber ich war so in der Gewohnheit zu meinen Eltern zu fahren, gefangen, dass ich gar nicht auf die Idee kam, ihn zu fragen, ob wir nicht gemeinsam Weihnachten feiern wollte. Bis jetzt! Und die gute Nachricht: er wollte! Und meine Eltern? Die freuen sich auf einen Abend mit Freunden und auch für uns.

Fazit: Weihnachten ist die Zeit der Familie und nicht der Zwangsbesuche. Ich sehe meine Familie sehr gerne, aber ich freue mich sehr, mit meinem Liebsten Stunden der Zweisamkeit zu genießen, um dann entspannt in den Festtagstrubel mit der gesamten Ruhrpott-Großfamilie einzutauchen.

 

Du musst nicht perfekt sein.

Ich erwähnte eingangs die Pfandglassammlung im Gartenhaus. Die Unmengen an Flaschen könnte ich dazu nutzen, um einen gewagten, künstlerisch eigenwilligen Tannenbaum aus Pfandglas nachzubauen und somit den Weg zur Weihachtsdeko freizuschaufeln. Oder ich lasse die Deko einfach Deko sein und mache einfach nur das, was eben geht. Ich habe mich für letzteres entschieden. Denn hängt Weihnachten wirklich von perfekt arrangierten Objekten ab oder ist es nicht etwas sehr Subjektives: Nämlich ein Gefühl im Herzen? Das Gefühl der Dankbarkeit und Liebe und der Nächstenliebe? Eine Erinnerung daran, dass Jesus, einer der größten Liebenden der Geschichte, auf die Welt kam und ihr sehr viel mehr Licht brachte?

Fazit: Wie heißt es doch so schön in der Bibel: „Und Gott sah, was er geschaffen hatte und siehe, es war sehr gut.“ Nimm Dir einfach heraus, die Dinge gut sein zu lassen. Es muss nicht alles perfekt sein. Schraube die Ansprüche herunter. Die Welt geht nicht unter, wenn Dein Heim nicht aussieht wie in Country&Living. Genieß den Weihnachtspunsch und lass ruhig mal fünfe gerade sein.

 

 Was ist wirklich wichtig?

Wo wir gerade beim gehetzt sein sind: Eigentlich hatte ich heute fünftausend Sachen auf dem Zettel. Zwei Artikel fertig schreiben (unter anderem diesen hier), den Blogpost online stellen, Stunden vorbereiten, sämtliche ausstehende Weihnachtsgeschenke kaufen (also alle), die Hunde ordentlich bewegen, meditieren, Hormon-Yoga und Yoga-Praxis, einkaufen, Deko kaufen, Pakete zurückbringen, einkaufen, undundund. Mein Coach Tina von der Handel Group sagte etwas letztens etwas total Schlaues zu mir: „Sandra, do you own your to do list or does your to do list own you?“ Erwischt. Gerade zu Weihnachten mache ich mich gern zum Sklaven meiner To-Do-List. Also habe ich das Programm heruntergefahren und mache wirklich nur das, was absolut wichtig ist. Das aber dafür mir Ruhe und gut.

Fazit: Frage Dich immer: Ist das wirklich wichtig? Klar, manchmal hat man Tage da ist alles von hoher Prio und es heißt Augen zu und durch. Aber an vielen Tagen kann man getrost Dinge von der To Do List streichen, um sich mit größerer Ruhe auf das Wichtige zu konzentrieren. Dazu gehört auch, genau hinzuhören, was Du brauchst. Yogapraxis und Meditation in allen Ehren, aber wenn es nur weitere Termine sind und Du abgehetzt durch den Tag eierst, wird es Dir nicht viel bringen.

 

Ihr Lieben, Weihnachten, dass ist so viel mehr als nur Geschenke und Termine. An Weihnachten können wir uns auf das zurückbesinnen, was wirklich wichtig ist. Echte Gemeinschaft. Zeit für die Lieben. Mitgefühl. Liebe. Denn Weihnachten findet nicht da draußen auf den Weihnachtsmärkten und in den Kaufhäusern statt.

Weihnachten – das ist in uns.

Dieser Text entstand im Rahmen der wunderbaren Weihnachtsblog-Adventskalender Aktion von https://www.ganzwunderbar.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meet my Hauntings

Warum ich aufhöre, mich zu schämen und weshalb Verletzlichkeit unsere größte Stärke ist

 

Ich war 13 und konnte selbst nicht fassen, dass mich Michelle, eines der hübschesten und beliebtesten Mädchen in der Schule zu ihrem Geburtstag eingeladen hatte. Die ganzen coolen Cliquen der Schule würden da sein. Und ich! Genauso wie mein Schwarm, den ich bisher aus der Ferne anhimmelte. Ich gab mir also so richtig Mühe. Putzte meine Brillengläser picobello, föhnte mir die Haare aufwändig und tuschte mir sogar die Wimpern, damit meine Augen durch die dicken Brillengläser etwas größer aussahen. Ich kämmte mir noch ordentlich den Pony in die Stirn, um ein paar Unreinheiten zu verdecken und suchte nervös mein Outfit aus. Ich ging auf eine Schule, in der Äußerlichkeiten und Markenkleidung eine extrem große Rolle spielten. Meine Eltern konnten sich das nicht leisten, aber im Ausverkauf hatte ich damals einen richtig coolen Naf-Naf Pulli ergattert. Stolz stülpte ich ihn mir über. Aufgeregt stand ich vor dem Spiegel und fragte mich, ob es ein schöner Nachmittag werden würde. Voller Vorfreude schwang ich mich auf mein Hollandrad und fuhr zu der Villa von Michelles Eltern.

 

La Boum – Die Fete

Zunächst fing es nicht so schlecht an. Ich war unsicher, aber ich fühlte mich wohl und begann langsam aufzutauen – bis das erste Partyspiel begann. Die Aufgabe: Auf einer immer kleiner gefalteten Zeitung zu tanzen, wobei man natürlich zwangsläufig enger aneinanderrückte. Michelles Mutter packte alle Namen der Jungs und alle Namen der Mädchen in ein Lostopf und es wurden Paare gezogen. Aufgeregt sah ich wie mein Schwarm das Los zückte, und ja, tatsächlich meinen Namen las! Mein Herz machte einen Sprung vor Freude! Aber dann holte mich die Realität mit voller Breitseite ein. Er schaute mich mit einem leicht angewiderten Blick an und wandte sich zu seinem Freund: „Das geht gar nicht. Oh Mann, immer hab ich so ein Pech. Die ist voll eklig. Ich tanze auf gar keinen Fall mit der hässlichen Brillenschlange. Ich gebe Dir 20 Mark wenn Du mein Los übernimmst!“ Das Geld wechselte den Besitzer, mein Lächeln erstarb und in mir plumpste etwas, schwer wie ein Stein, in die Magengrube. Scham brannte in meinem Magen, in meinem Gesicht. Ich wandte mich ab und hielt mühsam die Tränen zurück.

 

Meet my Hauntings

Dieser Abend hatte kein Happy End und ist, wie das Coaching Unternehmen Handel Group es so schön schreibt, eines meiner Haunting gewesen. Hauntings, das sind Erlebnisse, die sich tief in Dein Gedächtnis einprägen und Dich formen. Die sich leise und ohne, dass Du es bemerkst einschleichen und schneller als Du denkst, Dich innerlich definieren.

Dieser Nachmittag und dieses Haunting war nur ein kleiner Tropfen in einem Meer von Ereignissen, die mich wertlos und ungeliebt haben fühlen lassen. Ein Leser schrieb mir zu meinem Selbstliebe-Artikel in der YogaAktuell, er wäre früher in einer permanenten „zu“-Vergleichslogik gefangen. Zu wenig, zu schlecht – diese Beschreibung fand ich sehr treffend. Ich dachte, ich sei schlicht von allem zu wenig und ich war vor allem sehr allein. Ich flüchtete mich zunächst in andere Realitäten. Was sogar dazu führte, dass in einer Situation, in der eine Gruppe von Jungs mich anhielt, um mich zu fragen, ob ich eine Maske trage oder wirklich so hässlich sei, ich mir einredete, sie meinten vielleicht jemand anderes. Dabei war niemand außer mir auf der Straße und sie schauten mir direkt ins Gesicht.

Als ich dann älter wurde entdeckte ich, dass, wenn ich sexuell gefällig bin, Körperkontakt und Aufmerksamkeit bekam. Ich fühlte mich für diese 15 Minuten Knutscherei und mehr, gesehen und geliebt. In meiner Welt mangelte es so immens an Liebe, dass ich wie eine Verdurstende nach allem griff, was Linderung versprach. Wenn Dich sonst niemand sieht, können solche 15 Minuten die Welt bedeuten, auch wenn das Loch, in das Du danach fällst bodenlos ist. Auch wenn Du danach voller Scham über Dich selbst und Dein Verhalten bist.

 

The Purge – Lass die Scham los

Jeder von uns hat solche Hauntings“ Erinnerung, die sich so fest eingraben und uns definieren. Ich habe mich jahrelang für meine Erlebnisse in der Jugend geschämt, habe Witze darüber gemacht, um diese Erlebnisse lustig erscheinen zu lassen. Die Wahrheit ist: ich habe kontinuierlich gelitten und alles versucht, sie irgendwie zu vermeiden, wollte nie wieder so gesehen werden. Selbst Jahrzehnte danach habe ich die Worte immer und immer wieder gehört, wie „abgrundtief hässlich“ ich sei, was für eine „dumme Schlampe“, „eine hässliche Ratte“ eine „stinkende Sandra“. Und ich habe mich geschämt, habe mich so sehr geschämt. Selbst mit 30 noch!

Diese Scham ist jedoch perfide. Wenn wir uns schämen, dann tun wir alles, damit wir anders wahrgenommen werden, tun alles, damit wir nie mehr, nie mehr mit unserem Hauntings in Kontakt kommen. Dabei werden diese dann zur intrinsischen Motivation unseres Verhaltens. Wir gestalten nicht unser Leben, wir lassen uns bestimmen. Können wir uns davon lösen? Ja, indem wir uns verletzlich zeigen. In dem wir uns von der Scham lösen. Im englischen heißt es so schön „own your Story“ , dass ist das Geheimnis. Wenn wir unsere Geschichten, für die wir uns schämen, nicht mehr verstecken, dann bestimmen sie uns nicht mehr. Dann können wir unser Leben aktiv gestalten und werden nicht mehr von unseren Hauntings, von unserer Scham defininiert. Wir besitzen aktiv die Geschichte und noch besser: Wir schreiben das Ende. Wie genau das geht?

 

Im ersten Schritt: Habe Mitgefühl mit Dir. Großes, tiefes Mitgefühl für Dich selbst, für Deine Erlebnisse. Kein Mitleid, sondern Mitgefühl.

 

Im zweiten Schritt: schreibe darüber. Schreibe alles nieder und übe Dich NICHT im yogischen Gleichmut. Alle Gefühle dürfen raus, alle unterdrückten Schimpfwörter, alles, was Du in der Situation in die Welt hinausschreien wolltest. Sie es Purge, als Rreinung.

 

Im dritten Schritt: Werde verletzlich. Erlaube Dir, Dich so zu zeigen, wie Du bist. Roh, offen, ehrlich. Verletzlich. Sprich mit jemanden, der Dir nahesteht über Deine Hauntings, über Deine Scham und halte nichts mehr zurück. Wenn Du Dich zu Erlebnissen bekennst, wofür Du Dich bislang geschämt hast, verlieren sie die Macht über Dich. Du bestimmst Dein Leben, Du hast es in der Hand. You own your story.

 

Schritt drei ist für Fortgeschrittene: Kontaktiere involvierte Personen und spreche mit Ihnen über das damalig geschehene. Ich weiß, das ist nicht einfach und erfordert sehr viel Mut und Kraft, aber glaube mir, die Zeit dafür wird auch kommen. Ich empfehle Dir dazu das Buch „Maybe it’s you. Cut the Crap. Face your fears. Love your Life.“ von Lauren Zander.

 

 

Verletzlichkeit ist unsere größte Stärke

Wenn wir uns so verletzlich zeigen, passiert etwas Wundervolles: Wir verlieren unsere Angst. Wir verlieren die Angst, dass unsere Hauntings aufgedeckt werden. Wenn wir die Scham loslassen und uns zeigen, wie wir sind, dann werden wir in genau diesem Moment so stark wie nie zuvor. Wir lassen uns nicht mehr von äußeren Einflüssen bestimmen, wir kreieren, wir designen unser Leben.

Ich möchte Dir an dieser Stelle etwas sagen und Dich ermutigen, was aus meinem tiefsten Herzen kommt: Du bist nicht zu wenig. Du hast immer Dein Bestes in der jeweiligen Situation gegeben, mit dem was Du wusstest und mit den Traumata, die Du erlebt hast. Das tun wir immer. Ich möchte Dich stärken und Dich halten, wenn Du Dich von falscher Scham säuberst. Wenn Du Dich vollständig verletzlich zeigst. Diese Verletzlichkeit erlaubt es Dir, uns, mir, vollkommen authentisch zu leben. Du musst nichts mehr zurückhalten, weil alles was da ist, offen daliegen darf. Es gibt nichts mehr zu verstecken, Du handelst aus einem Ort heraus, der Deine innerste Essenz ist. Du bist wahrhaftig. Und das, meine liebste Leserin, mein liebster Leser, gibt uns eines der größten Geschenk des Lebens: wahrhaftige Freiheit und eine tiefe Verbundenheit und Liebe zu Dir selbst.

 

 

ANKÜNDIGUNG! THE WOW CLUB: Der Workshop für mehr Selbstliebe

Ab 2018 gebe ich den Workshop THE WOW-Club für mehr Selbstliebe, und starte damit am 3.03.2018 im Soul&Yoga in Hamburg, werde ihn aber in anderen Städten und Studios wie am 15.09. im NowYoga in Wiesbaden halten.  Du wirst von mir durch eine öffnende Yogapraxis geführt und lernst meine wichtigsten Hilfsmittel zur Selbstliebe kennen. Es gibt für alle Teilnehmer eine geschlossene Facebook-Gruppe, ein Handout zu den Tools und einen 30minütigen, Einzel-Follow-up Skype Call mit mir. Für mehr Infos Termine, melde Dich gern in meinem Newsletter an.